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Ebola-Prävention

UN lagern Ebola-Impfstoff in der Schweiz

Bei zwei Ebola-Ausbrüchen starben im Kongo 2287 Menschen. Ein globales Impfstoff-Depot mit 500 .000 Dosen soll künftige Epidemien frühzeitig eindämmen helfen.

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Fieberscan: Ist es Ebola? Zwischen 2018 und 2020 gab es im Kongo zwei Ausbrüche.

Ebola? Zwischen 2018 und 2020 gab es im Kongo zwei Ausbrüche.

© Kate Holt / Medair / AP Photo / picture alliance

Genf. Um Ebola-Epidemien künftig rechtzeitig einzudämmen, haben die Vereinten Nationen in der Schweiz einen globalen Impfstoffvorrat gegen die Seuche angelegt. Beteiligt sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Kinderhilfswerk UNICEF, die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und Ärzte ohne Grenzen (MSF).

Im Kongo waren bei zwei Ebola-Ausbrüchen seit 2018 an der Seuche 2287 Menschen gestorben. Die WHO hatte im Juni vergangenen Jahres den Ausbruch offiziell für beendet erklärt. Insgesamt sollen rund 500 .000 Dosen des Ebola-Impfstoffs (rVSV-ZEBOV-GP) gelagert werden.

Der Impfstoff wird vom US-Unternehmen Merck, Sharp & Dohme hergestellt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat ihn bereits im November 2019 zugelassen. Bis dahin seien mehr als 350 .000 Menschen bei den Ebola-Ausbrüchen im Kongo und im westafrikanischen Land Guinea im Rahmen des Compassionate Use (Behandlung mit noch nicht zugelassenen Arzneimitteln) behandelt worden, heißt es in der Pressemitteilung von UNICEF.

„Die COVID-19-Pandemie erinnert uns an die unglaubliche Kraft von Impfstoffen, um Leben vor tödlichen Viren zu retten“, sagte Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO. „Ebola-Impfstoffe haben eine der am meisten gefürchteten Krankheiten der Welt vermeidbar gemacht.“

Vorrat kann kurzfristig versendet werden

Der Vorrat könne im Notfall kurzfristig in die betroffenen Länder versendet werden. Die Entscheidung über die Zuteilung werde innerhalb von 48 Stunden getroffen. „Wir sind stolz darauf, Teil dieser beispiellosen Bemühungen zu sein, um potenzielle Ebola-Ausbrüche schnell unter Kontrolle zu bringen“, sagte Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. „Wir wissen, dass bei Krankheitsausbrüchen die Bereitschaft der Schlüssel ist. Dieser Ebola-Impfstoffvorrat ist eine bemerkenswerte Leistung, die es uns ermöglicht, Impfstoffe so schnell wie möglich an diejenigen zu liefern, die sie am dringendsten benötigen.“

Da Ebola-Ausbrüche relativ selten und unvorhersehbar seien, gebe es keinen natürlichen Markt für den Impfstoff. Impfstoffe würden nur durch die Einrichtung des Lagerbestands gesichert und seien in begrenzten Mengen erhältlich, heißt es in der Meldung. Bislang stehen 6890 Dosen Impfstoff zur Verfügung. Bis die anvisierten 500 .000 Dosen für den Notfallvorrat an Ebola-Impfstoffen erreicht seien, könne es zwei bis drei Jahre dauern. (kaha)

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