Beantragung eines Pflegegrades

Unabhängige Patientenberatung: Schnell zurück zur Vor-Ort-Begutachtung!

Die UPD beobachtet die wegen der Corona-Pandemie derzeit digital stattfindende Pflegebegutachtung kritisch. Immer wieder komme es dabei zu Fehleinschätzungen, mit finanziellen und Versorgungsfolgen für Pflegebedürftige.

Veröffentlicht:

Berlin. Wer nach einer telefonischen Pflegebegutachtung keinen oder einen zu niedrigen Pflegegrad bekommt, sollte laut der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) unbedingt Widerspruch einlegen. Bei der digitalen beziehungsweise telefonischen Begutachtung, die die Pflegekassen übergangsweise während der Pandemie nutzen können, komme es immer wieder zu Fehleinschätzungen, moniert die UPD.

Die Patientenberatung setzt sich daher dafür ein, möglichst bald wieder zur persönlichen Begutachtung vor Ort überzugehen. „Die Gutachter müssen zum Beispiel prüfen, wie sicher sich die Versicherten in der eigenen Wohnung bewegen, ob sie sich selbst anziehen, essen oder sich waschen können. Ein Bild davon können sie sich am besten vor Ort machen“, sagt UPD-Geschäftsführer Thorben Krumwiede.

Regelung gilt vorerst noch bis Ende September

Wenn Betroffene nach der telefonischen Begutachtung keinen Pflegegrad erhielten oder zu niedrig eingestuft würden, hätte das für viele Ratsuchende gravierende Folgen. „Betroffene müssen ganz oder teilweise auf Pflegeleistungen wie Pflegegeld oder pflegerische Versorgung verzichten, auf die sie dringend angewiesen sind“, so Krumwiede.

Wegen der Corona-Pandemie hatte der Gesetzgeber die Möglichkeit für den Medizinischen Dienst (MD), der die Begutachtung im Auftrag der Pflegekassen durchführt, geschaffen, anhand eines strukturierten Fragebogens die Begutachtung auch rein digital vorzunehmen. Die Regelung gilt seit Ende März 2020 und wurde kürzlich noch einmal bis Ende September 2021 verlängert. (reh)

Mehr zum Thema

Rückblick 2012

Daniel Bahr kommt mit einer zaghaften Pflegereform

Schleswig-Holstein

Fachklinik Aukrug soll moderner werden

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

© Maksim Tkachenko / Getty Images / iStock

SARS-CoV-2 und COVID-19

Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Verhandlungen um den Orientierungswert 2022 sind abgeschlossen.

© Michaela Illian

Ärzte-Honorar 2022

Es hagelt Kritik für das Honorar-Ergebnis

Über die Notwendigkeit von Impfboostern wird intensiv diskutiert. Klare Fakten fehlen dazu bisher.

© Kt Stock / stock.adobe.com

Real-World-Daten aus Israel

Mit Booster-Impfung sinkt das Risiko für Impfdurchbrüche erheblich