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Was KBV- und KV-Chefs verdienen

Jedes Jahr müssen KBV und KVen die Saläre ihrer Vorstände veröffentlichen. In wenigen Fällen bleiben sie 2019 konstant, in vielen Fällen geht es aufwärts. KBV-Chef Gassen hat auf Gehaltsliste dabei weiter die Nase vor.

Von Florian Staeck Veröffentlicht: 02.03.2020, 16:46 Uhr
Was KBV- und KV-Chefs verdienen

Wer erhält wie viel Vergütung? Darüber müssen die KVen und die KBV informieren.

© bluedesign / stock.adobe.com

Berlin. Das Vorjahr hat den Vorständen in KBV und Kassenärztlichen Vereinigungen mehrheitlich höhere Vergütungen beschert. Doch es gibt Ausnahmen.

Die Arbeit von KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen ist im vergangenen Jahr mit 347.876 Euro dotiert worden. Das entspricht einem Vergütungsplus von knapp 14.000 Euro im Vergleich zu 2018.

Das geht aus den Pflichtveröffentlichungen im Bundesanzeiger hervor, die die Körperschaften jährlich bis Ende Februar melden müssen. KBV-Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister erhält für seine Tätigkeit 318.649 Euro, etwa 8500 Euro mehr als 2018. Für Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel wird eine Vergütung in gleicher Höhe ausgewiesen.

Baas auf Augenhöhe mit Gassen

Zum Vergleich: Top-Verdiener auf Kassenseite ist in den vergangenen Jahren stets Dr. Jens Baas, Chef der Techniker Kasse gewesen. 2019 erhielt er Überweisungen in Höhe von 343.728 Euro.

... und so verdienen Kassen-Chefs

Die Saläre in den regionalen KVen haben sich 2019 unterschiedlich entwickelt. Teils bleiben die Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr unverändert, teils fallen die Zuschläge üppig aus.

Das sind die Erhöhungen in den einzelnen KVen im Detail

Baden-Württembergs KV-Vorstandsvorsitzender Dr. Norbert Metke erhält wie sein Vize Dr. Johannes Fechner unverändert 277.500 Euro.

Bayerns KV-Vorstandschef Dr. Wolfgang Krombholz verdient im Vorjahr 310.588 Euro, etwa 8500 Euro mehr als im Jahr zuvor. Sein Stellvertreter Dr. Pedro Schmelz verbucht Bezüge in gleicher Höhe.

In Berlin bezieht Vorstandschefin Dr. Margret Stennes 244.494 Euro, das entspricht einem Plus von etwa 5000 Euro.

In Brandenburg erhöht sich das Salär des KV-Vorstandsvorsitzenden MUDr./ČS Peter Noack von 269.900 auf 282.541 Euro, eine Mehrvergütung von fast 13.000 Euro. Um etwa 12.000 auf nunmehr 260.397 Euro legt auch das Salär seiner Stellvertreter, Andreas Schwark und Holger Rostek zu.

Bremens KV-Chef Dr. Jörg Hermann ist mit 252.894 Euro nach Hause gegangen – seine Bezüge sind im Jahresvergleich nicht gestiegen. Gleiches gilt für seinen Stellvertreter Frank G. Völz, für den unverändert 215.000 Euro ausgewiesen werden.

In Hamburg kommen für Vorstandschef Walter Plassmann rund 10.000 obendrauf. 265.496 Euro werden für seine Arbeit ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommerns KV-Chef Axel Rambow bekommt im Vorjahr 6000 Euro mehr als 2018. Auf seinem Gehaltszettel standen 196.000 Euro. Seine Stellvertreterinnen Jutta Eckert und Angelika von Schütz verdienen 186.000 und 178.500 Euro.

In Hessen bleiben die Bezüge der beiden Vorstandsmitglieder wie schon 2018 unverändert. Frank Dastych und sein Stellvertreter Dr. Eckhard Starke erhalten für ihre Arbeit jeweils 262.000 Euro.

In Niedersachsen freut sich Vorstandschef Mark Barjenbruch im Vorjahr über eine „Jubiläumszuwendung“. Diese lässt sein Salär von 272.500 auf 316.242 Euro steigen. Sein Stellvertreter Dr. Jörg Berling geht mit unveränderten Bezügen von 210.000 Euro nach Hause.

In Nordrhein verdienten Vorstandschef Dr. Frank Bergmann und sein Stellvertreter Dr. Carsten König jeweils 270.000 Euro. 6000 Euro sind bei beiden im Vorjahr obendrauf gekommen.

Die KV Rheinland-Pfalz bezahlt sein Vorstandstrio gestaffelt besser: Für Vorstandschef Dr. Peter Heinz addieren sich die Bezüge auf 230.880 Euro, ein Zuwachs von 10.000 Euro. Bei seinen Stellvertretern wächst das Salär jeweils um rund 5000 Euro: Bei Dr. Andreas Bartels auf 225.633, bei Vorstandsmitglied Peter Andreas Staub auf 220.386 Euro.

Im Saarland kann KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann ein um 15.000 Euro gestiegenes Salär verbuchen. 267.000 Euro weist die Statistik aus. Dagegen erhält sein Vize Dr. Joachim Meiser unverändert 247.500 Euro.

In der KV Sachsen bleiben die Grundvergütungen der beiden Vorstandsmitglieder unverändert: Dr. Klaus Heckemann wird sein Amt mit 264.000 Euro dotiert, bei seiner Vize Dr. Sylvia Krug sind es 240.000 Euro.

In Sachsen-Anhalt wird die Arbeit von KV-Chef Dr. Burkhard John und seinem Vize Dr. Holger Grüning um jeweils 5000 Euro höher dotiert: John erhält 267.585, Grüning 243.204 Euro.

Um jeweils knapp 6000 Euro steigen in Schleswig-Holstein die Bezüge des Vorstandsduos. KV-Chefin Dr. Monika Schliffke und ihr Vize Dr. Ralph Ennenbach verdienen beide 260.262 Euro.

Konstante Vorstandsgehälter werden aus der KV Thüringen gemeldet. Das Salär von Dr. Annette Rommel und ihrem Vize Dr. Thomas Schröter beträgt weiterhin 240.000 Euro.

Knapp 5000 Euro beträgt in Westfalen-Lippe der Zuschlag für KV-Chef Dr. Dirk Spelmeyer. Sein Salär wird mit 273.842 Euro angegeben. Sein Stellvertreter Dr. Volker Schrage erhält 255.000 Euro, für Vorstandsmitglied Thomas Müller werden ebenfalls 273.842 Euro angegeben.

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