Kommentar – Streik am Uniklinikum Düsseldorf

Wichtiges Signal

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Es ist ein Hilferuf, der hoffentlich nicht ungehört bleibt. Mehr als 40 leitende Ärzte des Uniklinikums Düsseldorf haben sich an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gewandt, damit er im Streik zwischen Beschäftigten und Unileitung vermittelt. Die Ärzte machen sich Sorgen um die Patientenversorgung, sie fürchten, dass Menschen unter dem langen Arbeitskampf leiden könnten.

Es ist richtig, dass sich die Ärzte einschalten. Nachvollziehbar ist aber auch die Einschätzung der Gewerkschaft, die sich ein solches Signal schon früher gewünscht hätte. Schließlich geht es den Streikenden nicht um eine bessere Bezahlung, sondern um mehr Stellen und die Entlastung des Personals.

Ärzte spüren, wenn die Pflegenden am Limit angekommen sind und die Patientenversorgung bedroht ist. Hinter vorgehaltener Hand beklagen auch Ärzte der Uniklinik, dass es so nicht weitergehen kann.

Es muss etwas passieren. Klinikleitung und Arbeitnehmervertreter müssen rasch eine Lösung finden, die zu einer Entspannung der Lage führt. Das ist sicher nicht leicht, beide Seiten müssen sich bewegen. Gut, wenn die Ärzte in diesem Verfahren den Blickpunkt der Patientensicherheit einbringen. Bei einer einmaligen Stellungnahme sollte es nicht bleiben.

Lesen Sie dazu auch: Uniklinikum Düsseldorf: Offener Brief an Landesvater als Druckmittel

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