Wieder mehr Geld für künstliche Befruchtung?

BERLIN (chb). Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) will die künstliche Befruchtung für ungewollt kinderlose Paare wieder stärker fördern. Entsprechende Äußerungen der Ministerin in der "Süddeutschen Zeitung" wurden vom Familienministerium bestätigt.

Veröffentlicht:

Schröder will den Paaren vor allem bei der Kostenübernahme entgegenkommen. "Hier brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und gesetzlichen Krankenkassen", so die Ministerin.

Die finanziellen Zuschüsse der Krankenkassen waren vor sieben Jahren von der SPD-geführten Bundesregierung mit Unterstützung der CDU-Opposition deutlich zusammengestrichen worden. Bis dahin hatten die gesetzlichen Krankenkassen vier Versuche bezahlt, derzeit werden für höchstens drei Versuche die Kosten zur Hälfte übernommen.

Darüber hinaus gilt eine Altersgrenze von 40 Jahren für Frauen und 50 für Männer. Seit der Neuregelung ist die Zahl der künstlichen Befruchtungen von etwa 80.000 auf deutlich weniger als die Hälfte gesunken.

Die Kosten für eine Behandlung liegen zwischen 3000 und 3600 Euro. Die Krankenkassen geben pro Jahr etwa 18 Millionen Euro für die IvF-Behandlung aus.

Einige Bundesländer wie Sachsen oder Sachsen-Anhalt sind in den vergangenen Jahren dazu übergegangen finanzielle Förderprogramme auf Landesebene aufzulegen.

Der GKV-Spitzenverband wollte sich zu dem Thema nicht äußern: "Über dieses Thema entscheidet ausschließlich der Gesetzgeber, deshalb halten wir uns da komplett zurück", so Verbandssprecher Florian Lanz.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Nicht nur eine Schicksalsfrage

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Den Herausforderungen mit Hopfenextrakt begegnen

© Pixelrohkost / stock.adobe.com

Arztinformation – Hilfe für Patientinnen in den Wechseljahren

Den Herausforderungen mit Hopfenextrakt begegnen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Procter & Gamble Health Germany GmbH, Schwalbach am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Adipostas und deren Folgen sind zu einer der häufigsten Todesursachen geworden.

© Christian Delbert / stock.adobe.com

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen