Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026
Bei der Springer Medizin Gala am Dienstagabend ist der Galenus-von-Pergamon-Preis für Arzneimittel-Innovationen und herausragende Grundlagenforschung verliehen worden. Preisträger gab es in vier Kategorien.
Die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 stehen fest: Bei der Springer Medizin Gala am Dienstagabend wurden sie vor ausgewählten Gästen aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Gesundheitswesen im Admiralspalast in Berlin feierlich gekürt.
Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis zeichnet Springer Medizin jährlich herausragende Arzneimittel-Innovationen und Forschungsleistungen aus. Preisträger gibt es in vier Kategorien.
Fünf Preisträger in vier Kategorien
Der Galenus-Preis steht ganz generell für Innovationskraft in der Forschung und der Arzneimittelindustrie und speziell für innovative Arzneimittel in den Kategorien Primary Care, Specialist Care und Orphan Drugs. Alle Gewinner erhalten eine Urkunde und eine Medaille.
Ein vierter Preis würdigt Leistungen in der biomedizinischen Grundlagenforschung mit therapeutischem und/oder diagnostischem Anwendungspotenzial. Die Forschenden erhalten neben einer Medaille ein Preisgeld über 10.000 Euro. In diesem Jahr geht der begehrte Preis sogar an zwei Forschungsteams.
Springer Medizin Gala 2026: Die Preisverleihung
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Die Gala im Video: Die Verleihung des Galenus-von-Pergamon-Preises und des Charity Awards am 3. November 2026 in Berlin.
Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, überreichte die Galenus-Preise. Seine Chefin, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, ist Schmirmherrin des Galenus-von-Pergamon-Preises. Die diesjährigen Preisträger:
Kategorie Primary Care
In der Kategorie Primary Care wurde Resmetirom (Rezdiffra®) von Madrigal Pharmaceuticals ausgezeichnet. Er ist ein oral einzunehmender Wirkstoff zur Behandlung der Metabolische-Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH) mit mäßiger bis fortgeschrittener Leberfibrose.
Der Preis in der Kategorie Specialist Care ging an Tarlatamab (Imdylltra®) vom Unternehmen Amgen. Beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) gibt es für vorbehandelte Betroffene nur wenige Optionen. Der bispezifische T-Zell-Engager Tarlatamab bringt Tumor- und T-Zellen in räumliche Nähe. Er verlängerte in Studien das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer Chemotherapie.
In der Kategorie Orphan Drugs wurde Vorasidenib (Voranigo®) von Servier prämiert. Er ist ein Wirkstoff zur Behandlung von überwiegend nicht kontrastmittelanreichernden Grad-2-Astrozytomen oder -Oligodendrogliomen mit einer IDH1-R132-Mutation oder einer IDH2-R172-Mutation. Viele Erkrankte mit IDH wurden bisher nach der Operation lediglich aktiv überwacht, um eine Chemo- oder Strahlentherapie mit ihren möglichen Langzeitfolgen hinauszuzögern. Mit Vorasidenib steht nun eine frühe systemische Behandlungsoption zur Verfügung.
In der Kategorie Grundlagenforschung gab es in diesem Jahr zwei Preisträger für ihre Erfolge in der kardiovaskulären Forschung.
Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz (HF) reichen Medikamente oft nicht aus, Spenderherzen und mechanische Pumpen sind begrenzt. Ein Forschungsteam um Professor Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann von der Georg-August-Universität Göttingen hat ein Herzpflaster aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) entwickelt und in Primatenmodellen sowie in Menschen untersucht. Die Arbeiten lieferten Hinweise auf eine therapeutische Remuskularisierung des Herzens.
Schlafstörungen und verminderte Melatoninspiegel sind häufige, bislang wenig verstandene Begleiterkrankungen kardialer Erkrankungen. Die Gruppen um Prof. Dr. Dr. Stefan Engelhardt und Dr. Dr. Karin A. Ziegler zeigten, dass eine makrophagenvermittelte Entzündung sympathischer Ganglien die Innervation der Zirbeldrüse schädigt und so den Schlaf-Wach-Rhythmus stört. Dieser Mechanismus könnte als neues therapeutisches Ziel genutzt werden: entzündete sympathische Ganglien, die Funktionsstörungen in entfernten Organen auslösen.
Tolles Ambiente, gut gelaunte Gäste, beeindruckende Preisträger: Impressionen von der Springer Medizin Gala 2026 im Admiralspalast in Berlin.
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Defilee vorbei am Springer-Pferdchen und anderen Bildmotiven des Gala-Abends: Die ersten Gäste strömen über den roten Teppich in den Admiralspalast in Berlin-Mitte.
Drinnen im Admiralspalast warten auch bereits die Trophäen auf ihre Empfänger: Fünf Galenus-von-Pergamon-Medaillen werden am Ende bei der Preisverleihung in vier Kategorien vergeben.
Und auch der Springer Medizin Charity Award 2026 wird verliehen. Die Trophäe wird vergeben für herausragendes Engagement im Ehrenamt im Gesundheitswesen.
Gediegenes Ambiente im traditionsreichen Admiralspalast in der Friedrichstraße in Berlin: Für eine gelungene Preisverleihung ist alles bestens vorbereitet.
Bekanntes Gesicht auf der Springer Medizin Gala: Die Moderation hat erneut Yve Fehring übernommen. Sie führt zusammen mit Co-Moderator Matthias Gabriel von der Ärzte Zeitung / Springer Medizin souverän durch den Abend.
Lichtspiel im Saal, Action auf der Bühne: Die Eröffnungsrede hält Fabian Kaufmann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Springer Medizin, Gastgeber des Abends.
Im Zentrum aller Forschung und allen ehrenamtlichen Engagements steht das Wohl der Patientinnen und der Patienten. Daran erinnert Gastgeber Fabian Kaufmann in seiner Rede zum Auftakt des Abends.
Einer der beiden Gewinner Grundlagenforschung des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 im Gespräch mit den Moderatoren Matthias Gabriel und Yve Fehring: Professor Wolfram Hubertus Zimmermann (Mitte) erhält zusammen mit seinem Team von der Universität in Göttingen den Preis für die Entwicklung eines Herzpflasters aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC). Es könnte in Zukunft Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz helfen.
Ebenfalls Gewinner in der Kategorie Grundlagenforschung des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026: Professor Stefan Engelhardt und Dr. Karin Ziegler von der TU München. Sie haben gezeigt, dass eine makrophagenvermittelte Entzündung sympathischer Ganglien die Innervation der Zirbeldrüse schädigt und so den Schlaf-Wach-Rhythmus stört. Das könnte ein neues therapeutisches Ziel werden: entzündete sympathische Ganglien, die Funktionsstörungen in entfernten Organen auslösen, zum Beispiel bei Herzinsuffizienz.
Matthias Hauer, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, lobt in seiner Festrede die anwesenden Forscherinnen und Forscher: „Sie zeigen eindrücklich, was möglich ist, wenn Exzellenz, Ausdauer und der Wille zur Veränderung zusammenkommen.“ Hauers Chefin, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, ist Schirmherrin des Galenus-von-Pergamon-Preises.
Glückliche Gewinnerin: Camille Bucaille vom Pharma-Unternehmen Madrigal Pharmaceuticals (Mitte) bei der Preisverleihung mit Matthias Gabriel (l.) und Yve Fehring (r.): Ihr Medikament Rezdiffra (Resmetirom) ist der Gewinner Primary Care des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026, ein oral einzunehmender Wirkstoff zur Behandlung bei der Metabolische-Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH) mit mäßiger bis fortgeschrittener Leberfibrose.
Laudatorin für die Gewinner Primary Care, Specialist Care und Orphan Drugs des Galenus-von-Pergamon-Preis 2026: Jurypräsidentin Professorin Marianne Dieterich.
Ein Medikament, entwickelt in Deutschland: Der Gewinner Specialist Care des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 ist Tarlatamab (Imdylltra®) vom Unternehmen Amgen. Im Bild "Entdecker" Professor Peter Kufer, VP BiTE Technology (Bispecific T Cell Engager, r.) sowie Dr. E. Charlotte Stein, Executive Director Business Unit Marketing Oncology bei Amgen. Der Wirkstoff ist eine neue lebensverlängernde Option für Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC). Links im Bild Staatssekretär Matthias Hauer sowie Moderator Matthias Gabriel (2.v.l.).
Gruppenbild mit Urkunde und Medaille beim Preis in der Kategorie Specialist Care (v.l.n.r.): Staatssekretär Matthias Hauer, Matthias Gabriel, Dr. E. Charlotte Stein, Professor Peter Kufer, Yve Fehring und Professor Marianne Dieterich. Tarlatamab könnte in Zukunft Beispiel geben für die Entwicklung ähnlicher Wirkstoffe zur Behandlung anderer solider Tumoren.
Ein Gala-Abend, dominiert von vielen starken Frauen in der Forschung, im Ehrenamt, in den beiden Jurys, bei den Festreden und in der Moderation: Im Bild Moderatorin Yve Fehring auf der Bühne.
Erläutert die Entscheidungen der Jury für die Preisträger: Laudatorin Professorin Marianne Dieterich, Jurypräsidentin des Galenus-von-Pergamon-Preises und im "richtigen Leben" renommierte Neurologin und Forscherin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).
Hält eine fulminante und berührende Rede für die Leistungen ehrenamtlich engagierter Menschen im Gesundheitswesen: Bundesgesundheitsministerin a. D. Ulla Schmidt.
34 Bewerber, drei Gewinner: Vor allem Projekte, die an anderen Orten Nachahmer finden könnten, habe die Jury für den Charity Award als preiswürdig angesehen, so Dr. Regina Klakow-Franck. Sie sprach stellvertretend für Jurypräsidentin Professorin Ursula Keller, die auf Studienreise in Asien weilt.
Letzte Etappe eines lehrreichen Gala-Abends: Die Verleihung des Charity Awards 2026. Der 3. Preis geht an Über Pflege e. V. Der Verein gibt Pflegekräften, pflegenden Angehörigen und Betroffenen eine Stimme und bezieht sie aktiv in Kunst- und Kommunikationsprojekte ein. Im Bild Moderator Matthias Gabriel (l.), Ulla Schmidt, Yve Fehring, sowie Vorstand Tim Kröger und Dörte Kröger (1. Vorsitzende). Rechts steht Sponsor Professor Alexander Ehlers von der Kanzlei Ehlers Legal.
Der 2. Preis des Charity Awards 2026 geht an das Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg und die „Grünen Damen und Herren“, die Patientinnen und Patienten ehrenamtlich während des Krankenhausaufenthalts unterstützen. Im Bild (v.l.) Moderator Matthias Gabriel, Ulla Schmidt, Pastor Jörg Rudolph vom Team der Gewinner, Yve Fehring, Diana Volkmer-Fortmann (Geschäftsführerin der Klinik), Sponsor Kai Tobien, CEO von Medperion, sowie Gastgeber Fabian Kaufmann.
So sehen Sieger aus: Die Initiatoren von "Tommy Nicht Allein - Die Kliniknannys" gewinnen den 1. Preis. Die Initiative begleitet und betreut Kinder und Jugendliche während eines Krankenhausaufenthalts, wenn Eltern oder andere Bezugspersonen nicht bei ihnen sein können. Im Bild (v.l.): Matthias Gabriel, Ulla Schmidt, Yve Fehring, Dr. Gernot Rücker (erster Vorsitzender der Initiative), Jana David (Vorstand von Tommy Nicht Allein) sowie Fabian Kaufmann von Springer Medizin.
Dr. Gernot Rücker und Jana David von "Tommy Nicht Allein" mit Urkunde und Trophäe: Mit dem Preisgeld hoffen die beiden, die Initiative von Medizinstudierenden auf weitere Universitätskliniken ausweiten zu können.
Alle Gewinner, alle Gastgeber, alle Sponsoren auf einer Bühne vereint: Am Ende eines rauschenden Gala-Abends lächeln nicht nur die Preisträgerinnen und Preisträger.
Vorasidenib ist eine frühe systemische Behandlungsoption für Patienten mit IDH-mutierten Grad-2-Gliomen. Die Substanz erhält den Galenus-von-Pergamon-Preis 2026 in der Kategorie Orphan Drugs.
Mit Tarlatamab (Imdylltra®) steht zum ersten Mal eine Immuntherapie zur Verfügung, die bei vorbehandelten Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkarzinom (SCLC) in einer Phase-III-Studie das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer Chemotherapie verlängern konnte. Die Arznei gewinnt den Galenus-von-Pergamon-Preis in der Kategorie Specialist Care.
Schlafstörungen bei Herzerkrankungen gehen wohl auf Ganglieninflammationen zurück. Für die Forschungsarbeiten in diesem Bereich erhält ein Team der Technischen Universität München und des Max-Planck-Instituts als einer von zwei Preisträgern den Galenus-Preis für Grundlagenforschung.
Müdigkeit und Erschöpfung sind meist die ersten Symptome eines Vitamin-B12-Mangels. Wird nicht rechtzeitig behandelt, drohen mitunter schwerwiegende Folgen. Lesen Sie hier Aktuelles zur Therapie.
Die frühzeitige Therapie eines Vitamin-B12-Mangels ist essenziell, um schwerwiegende Folgeschäden zu verhindern. Informieren Sie sich hier über aktuelle Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie.
Einige Medikamente wie Metformin oder Protonenpumpeninhibitoren (PPI) können einen folgenschweren Mangel an Vitamin B12 verursachen. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei Langzeitmedikation achten sollten.
Wie kann ich mich im Wettbewerb von meinen Kolleginnen und Kollegen absetzen? Eine Option dafür ist es, Tätigkeitsschwerpunkte zu erwerben und so das Praxisprofil zu schärfen.
Zu einer Neuauflage des Tages der Privatmedizin kommt es am 21. November. Im Mittelpunkt stehen Innovationen für privatmedizinische Angebote und direkt umsetzbare Hinweise für eine wirtschaftliche Praxisführung.
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Die Preisverleihung des Galenus-von-Pergamon-Preises und des Springer Medizin Charity Awards in Bildern: Impressionen von der Springer Medizin Gala 2026.
Bei der Springer Medizin Gala am Dienstagabend ist der Galenus-von-Pergamon-Preis für Arzneimittel-Innovationen und herausragende Grundlagenforschung verliehen worden. Preisträger gab es in vier Kategorien.
Die Gewinner des Charity Awards 2026 stehen fest: Im Rahmen einer feierlichen Gala hat Springer Medizin beispielhaftes ehrenamtliches Engagement im deutschen Gesundheitswesen ausgezeichnet. Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betont: „Füreinander einstehen ist das, was uns in einer sozialen Demokratie ausmacht.“