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60 Partner basteln an E-Health-Netzwerk

Versorgungssicherung einmal anders: In Braunschweig soll ein IT-gestütztes Netzwerk entstehen, das medizinische Leistungserbringer und auch Handwerker vereint.

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HANNOVER (cben). 60 Partner, vier Ziele: In Braunschweig hat sich die Initiative "eHealth.Braunschweig" vorgenommen, IT-gestützte Versorgungsformen in der Region ins Werk zu setzen.

Dazu gehören die Gesundheitsversorgung im Alter, ein Versorgungsmanagement samt Kommunikationsplattform, ein Hygiene-Netzwerk und ein Traumanetzwerk.

Bei der CeBIT hat das Netzwerk kreativ gezeigt, wie sich die Mitglieder die Versorgung vorstellen - mit Lego-Krankenwagen, -Löschzug, Hubschrauber und Modellstädtchen, dem Ärztenetz "Geniaal" und der E-Health-(Daten-)Bank.

Neue Ausbildungswege für das Handwerk

"Damit wollen wir auf der CeBIT demonstrierten, wie wir uns die Versorgung der Zukunft vorstellen: vernetzt", sagte Ann-Kathrin Lumpe, Gesundheitsökonomin vom Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ), in dessen Räumen das Projekt angesiedelt ist.

An der Vernetzung arbeiten seit 2009 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Selbstverwaltung und Gesundheitsversorgung zusammen. So haben sie eine Musterwohnung für den IT-gestützten Alltag von Senioren ausgerüstet.

Zugleich kümmert sich E-Health Braunschweig auch um neue Ausbildungswege für das Handwerk, damit es die Wohnungen auch fachgerecht mit Assistenzsystemen ausstatten kann.

"Eine Wohnung komplett vernetzt mit bereits auf dem Markt angebotenen Assistenzsystemen auszurüsten kostet ungefähr 2500 Euro", erklärt Dr. Maik Plischke, Projektleiter von eHealth.Braunschweig.

Teilnahme kostet Ärzte einmalig 500 Euro

Das jüngste Projekt: die Gesundheitsdatenbank in Niedersachsen. Sie wurde Anfang des Jahres vom BITZ gegründet an den Start gebracht und soll zunächst die Leistungserbringer in der Region und später in ganz Niedersachsen verbinden.

Im ersten halben Jahr testen ausgewählte Kliniken, Pflegedienste und rund 25 niedergelassene Ärzte das Einweisungsmanagement, das Entlassmanagement, die Pflegeüberleitung sowie die Bilddatenkommunikation, so das BITZ. Für die niedergelassenen Ärzte kostet die Teilnahme am Netz einmalig 500 Euro.

Der Datenaustausch ist davon abhängig, ob die Patienten einwilligen. "Unser Ziel ist es, einer der Mehrwertdienste für die elektronische Gesundheitskarte zu werden", sagt Plischke zur "Ärzte Zeitung", "wir haben auf der CeBIT bereits Kontakt zur gematik aufgenommen."

eHealth.Braunschweig wird vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Nach Auslaufen der Förderung soll das Projekt als Marke und als Verein weiter geführt werden.

Nach Angaben von Plischke sind bereits jetzt durch die Initiative sieben neue Vollzeitstellen geschaffen, 1,2 Millionen Euro Umsätze für Unternehmen der Region generiert und Folgeprojekte in Höhe von 3,6 Millionen Euro angeschoben worden.

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