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Weiterbildung

AOK Nordost und KV fördern junge Pädiater

Alarmstimmung unter Kinderärzten in Mecklenburg-Vorpommern: Aktuell befindet sich nur ein Arzt in der pädiatrischen Weiterbildung in einer Praxis.

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SCHWERIN. Die KV und die AOK Nordost haben auf die Nachwuchssorgen im Land reagiert und das Förderprogramm für die Weiterbildung von Allgemeinmedizinern auch für pädiatrische Praxen beschlossen.

Damit erhalten Kinder- und Jugendärzte in Mecklenburg-Vorpommern künftig eine monatliche Förderung in Höhe von 3500 Euro, wenn sie einen Weiterbildungsassistenten beschäftigen.

Dieser nach Beobachtung der Vertragspartner bundesweit bislang einmalige Zuschuss wird für maximal zwölf Monate gezahlt.

Ziel der Förderung ist die Sicherung der pädiatrischen Versorgung. Derzeit gibt es 123 ambulant tätige Kinderärzte, die Hälfte von ihnen ist 55 Jahre oder älter.

"Wir haben bereits Probleme, frei werdende Praxen nachzubesetzen und sehen dringenden Handlungsbedarf", so KV-Vorstandschef Axel Rambow. Aktuell befindet sich nur ein Arzt in der pädiatrischen Weiterbildung in einer Praxis.

Die Krankenkasse finanziert das Förderprogramm exklusiv, die Höhe dürfte aber überschaubar bleiben. Die Förderung ist Teil eines Maßnahmenpakets, auf das sich die Beteiligten nach einer Regionalkonferenz zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung verständigt hatten.

Neben der finanziellen Förderung sind Verbesserungen in der Notfallversorgung außerhalb der Sprechzeiten und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Haus- und Kinderärzten im ländlichen Raum im Gespräch.

Die AOK Nordost hatte sich vor der Vereinbarung mit den Pädiatern über Fördermaßnahmen unterhalten. Dabei war das für den hausärztlichen Nachwuchs bestehende Programm als Vorbild genommen worden.

"Gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendmedizin und der KVMV sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Modell auch auf die Kinderärzte übertragen werden sollte", sagte Harald Möhlmann von der AOK Nordost. (di)

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