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Ärzte wollen Tests in zwei Regionen

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KÖLN. Die Ärzteschaft hält es für dringend nötig, dass die Tests der elektronischen Gesundheitskarte in zwei verschiedenen Regionen stattfinden. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende des gematik-Verwaltungsausschusses Dr. Thomas Kriedel der "Ärzte Zeitung" auf Anfrage.

Er nahm Stellung zu Erwägungen in der Politik, mit dem flächendeckenden Online-Rollout schon dann zu starten, wenn die Tests in der ersten Region erfolgreich verlaufen sind.

Die gematik ist nach bisherigem Stand zuversichtlich, dass die Erprobung in der Testregion Nordwest – also in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz – Mitte November beginnen kann. Dagegen ist die Region Südost (Bayern und Sachsen) noch nicht so weit.

Ausdehnung im Nordwesten im Jahr 2017

In Nordwest beginnt der Test zunächst mit einer kleinen Gruppe und könnte dann im ersten Quartal 2017 nach und nach auf insgesamt 500 Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser ausgeweitet werden.

Die Politik geht offensichtlich davon aus, dass die Router für das Versichertenstammdatenmanagement als sicher angesehen werden können, wenn die Ergebnisse auch nach dem Übergang ins zweite Quartal zufriedenstellend sind.

Einem Rollout stünde dann nichts im Wege. Die Erprobung der Geräte unter den Bedingungen des Quartalswechsels ist ein wichtiges Anliegen der Ärzteschaft.

"In den Test-KVen wollen wir auf jeden Fall, dass in Bayern und Sachsen getestet wird, selbst wenn der Rollout schon laufen würde", betont Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. "Wir wollen Wettbewerb und brauchen verschiedene Geräte am Markt".

Die Ärzte sollten eine Auswahl haben. Das sei auch unter Preis-Aspekten wichtig. Zudem könnten die Tests weitere Erkenntnisse liefern. (iss)

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