Telemedizinpreis 2020

App-gestützte Schmerztherapie „Applaus“ ausgezeichnet

Der 10. Nationaler Fachkongress zur Telemedizin hat sich auf Gesundheits-Apps fokussiert. Telemedizin-Preisträger 2020 ist die Anwendung „Applaus“.

Veröffentlicht: 16.01.2020, 15:15 Uhr
App-gestützte Schmerztherapie „Applaus“ ausgezeichnet

Der erste Platz des Telemedizinpreises ging dieses Jahr an das Projekt „APPLAUS für junge Erwachsene“, eine App-gestützte Therapie für die langfristige Umsetzung schmerztherapeutischer Strategien für junge Erwachsene, präsentiert von Daniel Zenz (smart-Q Softwaresysteme GmbH). Überreicht wurde der Preis von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA (Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, links) und Günter van Aalst (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, rechts).

© ZTG GmbH

Bochum/Berlin. Die Zukunft der telemedizinischen Versorgung mit digitalen Apps war einer der Schwerpunkte des 10. Fachkongresses zur Telemedizin in Berlin. Dies zeigte sich auch bei den Preisträgern für den Telemedizinpreis 2020.

Das Projekt „Applaus“ konnte mit der App-basierten Schmerztherapie „paiN-T“ die Fachjury und das Publikum überzeugen. Die App ermöglicht jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren, die unter chronischen Schmerzen leiden, in Therapie und Nachsorge zu unterstützen.

Oft werden junge Erwachsene aufgrund ihres Alters nicht in einschlägigen Therapieprogrammen berücksichtigt. das könne gravierende Folgen haben: Denn gerade in dieser Lebensphase sind nicht ausreichend therapierte chronische Schmerzen häufig mit langfristigen Konsequenzen verbunden. Die App könne diese Versorgungslücke füllen helfen.

Kandidat für App auf Rezept

Die digitalen Anwendungen von „Applaus“ werden von der Smart-q Softwaresystem GmbH aus Bochum entwickelt. Das Softwareunternehmen ist auf den Bereich Medizin und Pflege spezialisiert.

Geschäftsführer Daniel Zenz erklärte bei der Preisübergabe,: „Als digitale Gesundheitsanwendung ist paiN-T außerdem ein aussichtsreicher Kandidat für die von der Politik angestrebte Apps auf Rezept“.

Den 2. Platz des Telemedizin-Preises erhielt das Projekt „SoMa-WL – Souveränes, ärztlich gesteuertes industrieunabhängiges und E-Health gestütztes Wundmanagement in Westfalen-Lippe“ (Annette Hempen, Ärztenetz Medizin und Mehr eG, Bünde).

Drittplatziert wurde das Pilotprojekt „Bessere Nachsorge und Betreuung von Kunstherzpatienten durch Einsatz einer Kommunikations-App“ (Sebastian von Lovenberg, Allm EMEA GmbH). (syc)

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