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AstraZeneca erhält Milliardenhilfe für Corona-Impfstoff

Mit dem experimentellen SARS-CoV-2-Impfstoff aus den Labors der Universität Oxford positioniert sich AstraZeneca im Branchenrennen zunächst weit vorn.

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London. Die Optionsverkäufe auf einen SARS-CoV-2-Impfstoff gehen weiter. Nachdem kürzlich Sanofi eine Entwicklungsbeteiligung der US-Gesundheitsbehörde Barda über 30 Millionen Dollar melden konnte, zieht jetzt AstraZeneca nach.

Allerdings in ungleich größeren Dimensionen: Mit über einer Milliarde Dollar wolle sich die Barda an der weiteren klinischen Entwicklung des Impfstoffkandidaten „AZD1222“ beteiligen, heißt es in einer Firmenmeldung. Dabei handelt es sich um die ursprünglich von der Universität Oxford entwickelte, vektorbasierte DNA-Vakzine „ChAdOx1 nCoV-19“; Ende April hatte AstraZeneca den Kandidaten von der Universität einlizenziert.

Das jetzt mit der Barda vereinbarte Programm, heißt es weiter, umfasse eine klinische Phase-III-Studie mit 30.000 Teilnehmern sowie einem pädiatrischen Arm. Wann damit begonnen werden soll, wurde nicht mitgeteilt.

Verhandlungen mit potenziellen Fertigungspartnern laufen

Gleichzeitig betonte der schwedisch-britische Konzern, mit Organisationen wie der CEPI und der WHO sowie Regierungen in aller Welt Gespräche über eine gerechte Verteilung des Impfstoffs zu führen. Um Produktions- und Lieferkapazitäten zu vergrößern, verhandele man mit dem Impfstoffhersteller Serum Institute of India sowie weiteren potenziellen Fertigungspartnern.

AstraZeneca hat der Mitteilung zufolge eigene Herstellungskapazitäten für eine Milliarde Impfstoff-Dosen sowie bereits Lieferkontrakte über 400 Millionen Dosen abgeschlossen; erste Auslieferungen sollen im September erfolgen.

Wie das Unternehmen außerdem ankündigte, sollen „in Kürze“ Daten aus der ersten Phase I/II-Studie mit dem Kandidaten vorliegen, bei der Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit an über 1000 erwachsenen Probanden an mehreren Zentren im Süden Englands getestet wurden. (cw)

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