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Kommentar zu Op-Komplikationen

Auf den Hausarzt abgewälzt

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Seit Einführung der DRG haben viele Kliniken den Turbogang eingelegt: Je mehr Patienten behandelt werden, desto mehr Geld gibt es. Aber hat das wirklich zu den "blutigen Entlassungen" geführt, die von den Kritikern als Horrorszenario an die Wand gemalt wurden?

Überraschenderweise hat eine Studie aus Niedersachsen nachgewiesen, dass die Qualität der Patientenversorgung nach 2004 kaum gelitten hat. Wer sich beklagte, waren nicht die Patienten, sondern vor allem die zuweisenden Ärzte.

Und hier liegt das Problem: Die Kliniken behandeln konsequent nach der Aufnahmediagnose, für Abklärung und Therapie von Begleiterkrankungen bleibt keine Zeit. Blutbefunde, Röntgenbilder, EKG, das muss alles der Niedergelassene liefern, von der menschlichen Zuwendung ganz zu schweigen.

Auf den Schultern des Hausarztes ruht außerdem die Last der Nachsorge: Erkennt er rechtzeitig, dass sich eine Wunde infiziert hat? Interpretiert er die Zeichen einer Lungenembolie richtig? Wie viel im Gefolge einer Operation schief gehen kann, zeigt eine aktuelle Studie in den USA.

Dass die Patienten in Deutschland sich trotzdem nicht schlechter behandelt fühlen, ist die Leistung der Hausärzte - trotz begrenzter Budgets!

Lesen Sie dazu auch: Op-Komplikationen: Kritische Wochen nach Klinikentlassung

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