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Bayern

Bayreuther Klinik entlässt Kardio-Chefarzt

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BAYREUTH. Das Klinikum Bayreuth trennt sich vom Chefarzt der Kardiologie.

Grund sind die Ergebnisse einer vom Klinikum eingesetzten Expertenkommission, nach denen der Arzt unnötige Behandlungen vor allem im Bereich interventionelle kathetergestützter Herzklappenimplantationen (TAVI) angeordnet haben soll um so höhere Einnahmen zu erzielen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Klinikum Bayreuth GmbH und des Krankenhauszweckverbandes hätten am Mittwoch bis "weit nach Mitternacht" über die Konsequenzen des Kommissionsberichts und weiterer Gutachten diskutiert, teilte das Klinikum mit.

Die Gremien haben demnach entschieden, das Arbeitsverhältnis mit dem Chefarzt durch Kündigung zu beenden. "Insbesondere aus den Kommissionsberichten ergaben sich erhebliche Verdachtsmomente, die eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Chefarzt nicht mehr zuließen", urteilten der Aufsichtsrat und der Krankenhauszweckverband.

Das Klinikum Bayreuth steht seit vergangenem Sommer wegen angeblicher Fehlbehandlungen vor allem in der Geburtshilfe, der Kinderklinik und auf der Intensivstation in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe musste der damalige Klinikum-Geschäftsführer Roland Ranftl gehen. (sto)

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