Mitarbeiterbindung

Beihilfe bringt MFA mehr als Urlaubsgeld

Praxischefs können die Urlaubskasse ihrer MFA aufbessern – und dabei sogar Steuern sparen.

Veröffentlicht:

KÖLN. Die Sommerferien stehen bevor. Medizinische Fachangestellte (MFA), die schulpflichtige Kinder haben, sind somit an die im Vergleich zur Nebensaison oft teureren Reisetermine gebunden. Praxischefs können ihren MFA dabei finanziell unter die Arme greifen – und so das Arbeitgeberimage stärken sowie zusätzlich Steuern sparen. Darauf weist das Kölner Praxisberatungsunternehmen Frielingsdorf Consult hin.

Urlaubsgeld als solches sei lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Für Praxisinhaber ergeben sich aber als Alternative die pauschalversteuerten Erholungsbeihilfen, wie es in der Mitteilung mit Verweis auf den Steuerberater und Fachberater im ambulanten Gesundheitswesen (IHK) Dennis Janz von der Dortmunder Kanzlei Schmidt-Janz-Gausemeier heißt.

Da im Normalfall nach Abzug der Lohnsteuer und der Sozialabgaben meist nur die Hälfte in den Portemonnaies der Angestellten übrig bleibe und der Praxisinhaber außerdem noch tiefer in die Tasche greifen müsse, um die zusätzlichen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, die rund 20 Prozent des Bruttourlaubsgeldes ausmachten, zu bezahlen, seien die Praxischefs mit der pauschalversteuerten Erholungsbeihilfe besser beraten.

Diese ist nach Paragraf 40 Abs. 2 Nr. 3 Einkommensteuergesetz begrenzt auf Jahresbeträge von 156 Euro für den Arbeitnehmer, zusätzlich 104 Euro für den Ehegatten und 52 Euro für jedes Kind. Für eine vierköpfige Familie seien dies immerhin 364 Euro, die zusätzlich netto in die Familienkasse fließen, wenn der Arbeitgeber diese mit 25 Prozent pauschal versteuert. Sozialversicherungsbeiträge fielen hierbei nicht an. Das Gesetz sehe dabei jedoch vor, dass dieses Geld tatsächlich für Erholungszwecke genutzt wird. Daher sollte sich der Praxisinhaber schriftlich bestätigen lassen, dass das Geld in zeitlichem Zusammenhang mit einem Urlaub gezahlt wurde – nicht länger als drei Monate vor oder nach einem Urlaub. (maw)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

© Doctolib

Digitales Impfmanagement

Sie können die Anzahl an Impfanfragen kaum bewältigen?

Anzeige | Doctolib GmbH
Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

© Doctolib / Corporate Design

Kostenloser Ratgeber

Tipps und Umsetzungshilfen für ein optimales Impfmanagement

Anzeige | Doctolib GmbH
50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

© Doctolib / Corporate Design

Exklusives Angebot

50% Rabatt auf das digitale Impfmanagement von Doctolib

Anzeige | Doctolib GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Schüsse aus Schreckschusspistolen beschäftigen die deutsche Rechtsmedizin. Die Tatwaffen hatten mehrere Zusatzfunktionen.

© jedi-master / stock.adobe.com

Drei Fälle aus der Rechtsmedizin

Von Schreckschusspistole lebensgefährlich verletzt