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Bewährungsstrafe für Ex-AOK-Chefin Lüer

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HILDESHEIM (cben). Neun Monate Haftstrafe auf Bewährung und 20  000 Euro Strafe - so lautet das Urteil gegen Niedersachsens ehemalige AOK-Vorstandsvorsitzende Christine Lüer. Lüer wurde für schuldig befunden, sie habe sich selber ohne Zustimmung von Arbeitgeber- und Versichertenvertreter der Kasse 45 000 Euro Bonuszahlungen auszahlen lassen.

Dem Vernehmen nach will Lüer in Revision gehen. Daher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.Die beiden Mitangeklagten Mitglieder des Lenkungsausschusses der Arbeitgeber- und der Versichertenvertreter, hat das Landgericht Hildesheim frei gesprochen. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Sie hatte am Donnerstag ein Jahr Freiheitsstrafe gefordert und insgesamt 45 000 Euro Strafe.

"Die AOK Niedersachsen sieht sich durch die Verurteilung ihrer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden wegen Untreue zum Nachteil des Unternehmens voll bestätigt in der damaligen Entscheidung der fristlosen Kündigung", teilte die Kasse nach dem Urteil mit. "Angesichts dieser Verurteilung dürfte dem Bestreben von Frau Lüer, über eine Zivilklage die Wiedereinstellung bei der AOK Niedersachsen zu erzwingen, jegliche Grundlage entzogen sein", so die Kasse weiter.

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