Direkt zum Inhaltsbereich

Genome Editing

Biotech-Firmen sehen Defizite bei Gesetzesnovelle

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Biotechnologievereinigung des Verbandes der Chemischen Industrie (DIB) mahnt Nachbesserungen bei der geplanten Änderung des Gentechnikgesetzes an, die Anfang Dezember in erster Lesung im Bundestag war. Am Freitag berät der Bundesrat darüber. Die DIB stört sich vor allem an der Einführung sozioökonomischer Entscheidungskriterien. Diese "gefährden das hochinnovative Feld des Genome Editing", prophezeit der DIB-Vorsitzende

Im Mai 2016 habe bereits der EU-Rat darauf hingewiesen, dass unberechenbare Regelungen Forschung und Innovationen in der EU behindern können, so der DIB-Vorsitzende Matthias Braun.

Unter Genome Editing versteht man, wie die DIB verdeutlicht, eine Reihe neuer molekularbiologischer Methoden, die aus der Natur stammen und punktgenau einzelne DNA-Bausteine bearbeiten. Gene könnten so an- oder ausgeschaltet, eingefügt oder entfernt werden. Die Methoden des Genome Editing kommen weltweit in der Grundlagenforschung, in der Biotechnologie und in der Biomedizin zum Einsatz. Sie könnten dazu beitragen, bisher unheilbare Krankheiten wie Multiple Sklerose, Alzheimer oder HIV-Infektionen zu entschlüsseln und damit zu heilen. Außerdem könne Genome Editing Antibiotikaresistenzen ausschalten, betont die DIB.

Beim Gentechnikgesetz geht es laut DIB im Kern um die Frage, wie das Anbauverbot der EU für zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen in Deutschland umgesetzt wird. Das Gesetz würde, so die Lesart der Industrievereinigung, ein fundamentales Problem schaffen. "Bei Beschluss des Gesetzes würde in Deutschland nicht mehr mit naturwissenschaftlichen Gründen über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen entschieden, sondern politisch. Da sich politische Meinungen ändern können, gäbe es in Zukunft für die Biotech-Industrie keine Rechtssicherheit mehr", warnt Braun. Die DIB fordere daher eine umfassende Gesetzesfolgenabschätzung, die auch die Auswirkungen auf den Handel mit Ländern außerhalb der EU einbeziehe. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Maquet Otesus OP-Tischsystem

© Getinge Deutschland GmbH

Unternehmen im Fokus

Flexible und ökonomische OP-Tischsysteme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Getinge Deutschland GmbH, Rastatt
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Lesetipps
Ein Arzt hält ein Model des männlichen Geschlechtstraktes und zeigt mit einem Stift auf die Prostata.

© Peakstock / stock.adobe.com

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

Modell des Darms

© SewcreamStudio / Stock.adobe.com

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram