Liefervereinbarung mit EU

Bis zu 400 Millionen Corona-Impfstoff-Dosen von Janssen

Nun zählt auch Janssen zum Kreis der Hersteller, von denen die EU – Zulassung vorausgesetzt – Corona-Impfstoff ordern wird.

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Brüssel. Nach Vorverträgen mit AstraZeneca und Sanofi/GSK hat die EU-Kommission nun auch eine definitive Liefervereinbarung mit Johnson & Johnson über dessen Corona-Impfstoff unterzeichnet. Danach können Mitgliedstaaten nach erfolgter Zulassung bis zu 200 Millionen Dosen der DNA-Vakzine ordern.

Wie die Kommission am Donnerstag mitteilte, sei mit dem Hersteller darüber hinaus eine Option über weitere 200 Millionen Dosen vereinbart worden.

Außerdem hat die Kommission mit dem Pharmaunternehmen Gilead einen Rahmenvertrag zur Beschaffung von bis zu 500.000 Behandlungseinheiten des Virushemmers Remdesivir (Veklury®) geschlossen.

34 Unterzeichnerstaaten

An diesem Vertrag seien 34 Unterzeichnerstaaten beteiligt: sämtliche EU-Länder, die EWR-Länder (Island Liechtenstein, Norwegen), Großbritannien sowie die EU-Beitrittskandidaten Albanien, Nordmazedonien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina. Alle diese Länder könnten nun Direktbestellungen für Remdesivir aufgeben.

Über Impfstofflieferungen hat die Kommission auch bereits mit CureVac, BioNTech/Pfizer sowie dem US-Biotechunternehmen Moderna verhandelt. Diese Sondierungsgespräche seien inzwischen abgeschlossen. Ob mit den genannten Anbietern ebenfalls noch Lieferkontingente vereinbart werden, ließ die Kommission am Donnerstag offen.

Janssens Forschungschef Dr. Paul Stoffels dankte der EU-Kommission zum Vertragsschluss „für das Vertrauen in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie unsere Impfstofftechnologie“.

Weiter heißt es, die Konzernmutter Johnson & Johnson habe sich auch verpflichtet, bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen „auf Non-Profit-Basis Ländern mit niedrigeren Einkommen zur Verfügung stellen (zu) wollen“. (cw)

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