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Onkologische Zentren

Bonn will Onko-Versorgung verbessern

In Bonn kooperieren Uniklinikum und Johanniter-Krankenhaus, um die onkologische Versorgung zu verbessern.

Veröffentlicht:

Bonn. Die Durchführung innovativer klinischer Studien und translationaler Forschung sowie die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, peripheren Krankenhäusern und Kostenträgern zum Aufbau eines regionalen und überregionalen Netzwerkes für die Optimierung der Versorgung von Tumorpatienten gemeinsam voranzutreiben – so lautet die Mission für die neu etablierte Kooperation des Uniklinikums Bonn (UKB) und des dortigen Johanniter-Krankenhauses (JK). Eine kontinuierliche Evaluation nach klinischen, wissenschaftlich-epidemiologischen und ökonomischen Kriterien solle die hohe Qualität der Versorgung sichern, wie es in einer Mitteilung beider Häuser heißt.

So werde die Translation onkologischer Forschung in die Patientenversorgung, welche am UKB besonders im Bereich der modernen immunologischen Therapien international sehr stark sei, gefördert und die Etablierung von Forschungsschwerpunkten am JK ermöglicht. Die großen Fallzahlen würden klinische Studien erleichtern und die Weiterentwicklung modernster Ansätze der Tumorgenomics und -proteomics sowie der Zelltherapie ermöglichen. Durch den Schulterschluss entstehe eine der größten Kooperationen in der Krebsmedizin.

Basis für National Cancer Center in Bonn?

Die dadurch optimale Förderung der translationalen onkologischen Forschung sowie der Ausbau der modernen Zelltherapie solle eine gute Basis sein für die mögliche Etablierung eines National Cancer Center in Bonn.

Die Kooperation sehe eine enge Zusammenarbeit in Bereichen wie Pathologie, Stammzelltherapie, Radiologie und der Entwicklung innovativer chirurgischer Methoden (Endoskopie, Roboter-Chirurgie etc.) sowie die gemeinsame Nutzung von Biobanken für eine verbesserte Patientenversorgung vor. Neueste Formen der Diagnostik wie systematische Genomanalysen bei Tumoren mit den dafür erforderlichen Datenbanken und großen Bioinformatikabteilungen sollen in dem Verbund allen Patienten zur Verfügung stehen. Die schon bestehende Zusammenarbeit bei klinischen Studien zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten wie auch die Kooperation zur Verbesserung der persönlichen Unterstützung von Patienten und Familien in der Psychoonkologie und Palliativmedizin werde deutlich ausgebaut, heißt es weiter. (maw)

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