Krankenhausplanung

Brandenburg: Mehr Kapazität für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Zahl der Behandlungsfälle mit einer psychiatrischen Diagnose steigt unter Kindern und Jugendlichen in Brandenburg seit Jahren an. Das Land hat jetzt die Kapazität in der Kinder- und Jugendpsychiatrie um mehr als zehn Prozent erhöht.

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Potsdam. Das Land Brandenburg erhöht die Kapazitäten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bei einer Tagung der „Landeskonferenz für Krankenhausplanung“ im März hätten Anträge der Ruppiner Kliniken und des Asklepios Fachklinikums Lübben zur Aufstockung der Kapazitäten der bestehenden Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie um jeweils elf Plätze ein positives Votum gefunden, heißt es in der Antwort des Potsdamer Gesundheitsministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ der Landtagsabgeordneten Daniela Oeynhausen (AfD), die der Ärzte Zeitung vorab vorliegt. Zudem wurde schon im Dezember 2022 sieben neue Betten in der vollstationären Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Potsdam geschaffen. Insgesamt gab es im März 2024 im Land Brandenburg 265 vollstationäre und 202 teilstationäre Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hinzu kamen 16 ambulante psychiatrische Institutsambulanzen. Mit den 22 neuen Plätzen in den Tageskliniken wird die Kapazität also um mehr als zehn Prozent erhöht.

Die Zahl der Behandlungsfälle mit wenigstens einer psychiatrischen Diagnose steigt unter Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg seit Jahren an: Während es im ersten Quartal 2017 noch 69.618 solcher Fälle gab, waren es im ersten Quartal 2023 83.138. Die Zahl der niedergelassenen Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie stieg von 22,5 auf 27 Arztsitze. Die durchschnittliche Auslastung der vollstationären Kliniken lag 2023 bei 86,7 Prozent. Die Tageskliniken waren zu 82,5 Prozent ausgelastet. Auch diese Zahl ist gestiegen: 2022 waren die vollstationären Kliniken noch zu 81,4 Prozent und die Tageskliniken zu 74,9 Prozent ausgelastet. (lass)

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