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Bremsen Logistik-Fehler die Verteilung des Impfstoffs?

Wird bei der Verteilung des Pandemie-Impfstoffs alles richtig gemacht? Ein Logistik-Experte meldet Zweifel an.

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NEU-ISENBURG (ger). "Bei der Planung der Impfung gegen Schweinegrippe sind gravierende Fehler gemacht worden", sagt Dr. Marcus Krämer von der A1-Versandapotheke und Vorstand im Bundesverband der Versandapotheken. Diese Fehler könnten möglicherweise dazu führen, dass relativ viele Patienten, die geimpft werden wollen, nicht zum Zuge kommen, weil kein Impfstoff vorhanden ist. Zum anderen wird an anderer Stelle voraussichtlich mehr Impfstoff vorhanden sein, als von Patienten nachgefragt wird.

Vor allem dort, wo wirklich alle Apotheken mit Impfstoff beliefert würden, so Krämer, komme es zu Verteilungsproblemen. Zu diesen Ländern gehören unter anderen Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. Der Marketingleiter der A1-Versandapotheke, eines Impfstoffversenders, ärgert sich schon, dass die Versandapotheken nicht zum Zuge kommen bei der Verteilung des Impfstoffs, trotz ihrer logistischen Expertise.

Doch das sei nicht sein Hauptanliegen. Weil eine flächendeckende Erstlieferung an alle Apotheken aufgrund der Impfstoffmengen zu Beginn der Kampagne nicht gewährleistet sei - Mindestabnahmemenge je Apotheke sind aufgrund der Kartongröße 500 Dosen -, habe ein Land den Start der Impfkampagne schon nach hinten verschoben: Niedersachsen. "Dabei sind wir bereits spät dran mit den Impfungen", so Krämer. In anderen Flächenländern müssten Apotheken auf die Lieferung des ersten Impfstoffs länger warten, etwa in Baden-Württemberg.

Solche Pannen zu Beginn seien bei dieser Strategie unvermeidbar, so Krämer. "Bei einer Erstbelieferung von 250 000 Dosen in einem großen Flächenland kann man gar nicht alle Apotheken auf einmal erreichen." Auf der anderen Seite seien 500 Impfdosen in einer Apotheke, die drei oder vier Hausärzte beliefere, schon relativ viel - je nachdem, wieviele Patienten eine Impfung in der Praxis nachfragen. Die Gefahr, dass dann Impfstoff teilweise einfach nicht verwendet werde, während anderswo zu wenig davon vorhanden sei, sei nicht von der Hand zu weisen.

Besser führen die Länder, die nur ausgewählte Apotheken mit Impfstoff beliefern und Informationen darüber an alle Ärzte verschicken, etwa Hessen. Über zentrale Stellen lasse sich im Pandemiefall der Impfstoff einfach besser verteilen.

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Lesen Sie dazu auch: Schweinegrippe:Aufsteller weisen den Weg für Impfwillige

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