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CGM peilt Umsatzmilliarde an

Vor rund 25 Jahren wurde CompuGroup Medical gegründet. Mit der Eröffnung der neuen Konzernzentrale demonstriert der E-Health-Anbieter gestiegenes Selbstbewusstsein.

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:
Die neue Konzernzentrale der CompuGroup Medical: Das Unternehmen will weltweiter Marktführer für E-Health-Lösungen im Gesundheitswesen werden.

Die neue Konzernzentrale der CompuGroup Medical: Das Unternehmen will weltweiter Marktführer für E-Health-Lösungen im Gesundheitswesen werden.

© CGM

KOBLENZ. Von Software für die Fleischwarenindustrie zu einem der weltweit führenden Unternehmen für Arztsoftware und E-Health: Vor 25 Jahren gründete Frank Gotthardt in einem kleinen Kellerbüro in Koblenz die CompuGroup Medical (CGM) beziehungsweise ein Vorläufer-Unternehmen.

Der Umstieg ins Gesundheitswesen wurde vom Beruf seiner Ehefrau, einer Zahnärztin, begünstigt.

Aus den kleinen Anfängen ist im vergangenen Vierteljahrhundert einer der führenden E-Health-Anbieter weltweit geworden.

Das hat inzwischen auch die Politik erkannt, denn zur Einweihung der neuen Konzernzentrale im Technologiepark kamen sowohl Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) als auch die Oppositionsführerin im Land, Julia Klöckner (CDU), nach Koblenz.

Beck hob die Bedeutung der CGM-Zentrale für die Wettbewerbsfähigkeit der Region hervor. Mehr als 1000 Mitarbeiter arbeiten allein an diesem Standort für CGM, 3500 sind es mittlerweile weltweit.

CGM investiert kräftig in die intelligente Vernetzung

385.000 Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Krankenhäuser und medizinische Netze in 34 Ländern arbeiten mit Softwareprodukten des Unternehmens, und Frank Gotthardt will weiter investieren und expandieren.

Wie kurz berichtet, wird das Unternehmen in den kommenden Jahren 130 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung in den Bereichen der intelligenten Vernetzung und der Entscheidungsunterstützungssysteme (Software Assisted Medicine, SAM) investieren.

"Wir müssen die Produkte für die Software Assisted Medicine handlicher machen, damit die Einsatzbarrieren für Ärzte niedriger werden", sagte Gotthardt bei der Einweihung der Konzernzentrale im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Mit der SAM-Software für Diabetes habe das Unternehmen aber bereits gezeigt, dass die Kosten für die Behandlung von Diabetes-Patienten gesenkt werden könnten, wenn Ärzte bei der Behandlung durch den Computer unterstützt werden, so Gotthardt. Er forderte von der Politik "mehr Raum für die Dynamik" innovativer Systeme im Gesundheitswesen.

Gotthardt will auch in Kliniken expandieren

Will mit Software fürs Gesundheitswesen weiter wachsen: Frank Gotthardt.

Will mit Software fürs Gesundheitswesen weiter wachsen: Frank Gotthardt.

© CGM

In Deutschland ist CGM zwar bei Arztsoftware mit Abstand Marktführer (unter anderem mit Albis, M1, David, Medistar und Turbomed), aber bei Kliniksoftware ist der Abstand zu den führenden Anbietern noch groß.

2013 werde sein Unternehmen mit einer Software der neuen Generation für Kliniken ("G 3") an den Markt gehen, kündigte Gotthardt an. Kliniken könnten dann "viele Dinge tun, die sie heute noch vermissen".

Nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Produkte will Gotthardt weiter kräftig wachsen. Sein "persönliches Ziel" sei es, 2015 beim Umsatz erstmals über eine Milliarde Euro zu kommen. Zur Erinnerung: 2011 erzielte CGM einen Umsatz von 396 Millionen Euro, 2012 werden 440 bis 460 Millionen Euro erwartet.

Die jüngste größere Übernahme hatte CGM 2011 mit dem Einstieg beim Apothekensoftware-Anbieter Lauer-Fischer getätigt.

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