Johnson & Johnson

COVID-19-Vakzine kommt voran

Nach nur zwei Monaten Laufzeit kann der US-Konzern Johnson & Johnson einen ersten Erfolg seiner Bemühungen um einen COVID-Impfstoff melden.

Veröffentlicht: 02.04.2020, 15:45 Uhr

New Brunswick. Johnson & Johnson, Konzernmutter des Arzneimittelherstellers Janssen, kommt mit seinen Arbeiten an einem Impfstoff gegen COVID-19 offenbar gut voran. Im Zuge des im Januar gestarteten Entwicklungsprojekts sei bereits ein vielversprechender Kandidat identifiziert worden, heißt es in einer Konzernmitteilung. Man gehe davon aus, spätestens im September dieses Jahres mit klinischen Studien am Menschen zu beginnen. Wenn alles gut geht, „könnte bereits Anfang 2021 ein COVID-19-Impfstoff für den Notfallgebrauch verfügbar sein“. Zudem kündigt Johnson & Johnson an, seine Produktionskapazitäten so schnell wie möglich ausbauen zu wollen.

Während etliche Wettbewerber gegenwärtig vor allem an mRNA-basierten COVID-Vakzinen forschen, handelt es sich bei dem jetzt von Johnson & Johnson identifizierten Kandidaten um einen vektorbasierten Ansatz. Nach Auskunft der deutschen Janssen wird dabei mittels Adenoviren Corona-DNA, die für das Spike Protein kodiert, in menschliche Zellen eingebracht.

„Wir haben bereits vergleichbare Impfstoffkandidaten gegen Ebola, gegen HIV, RSV und das Zika-Virus entwickelt“, so Janssen. Mit dem gleichen Grundstoff seien in klinischen Versuchen schon rund 50 000 Probanden geimpft worden. Von daher gebe es auch bereits „eine Menge Daten zur Impfsicherheit“, was die Entwicklung gegen COVID-19 beschleunige.

Um im Erfolgsfall die zu erwartende weltweite Nachfrage nach dem Impfstoff bedienen zu können, würden jetzt zusätzliche Produktionsanlagen in den USA, Europa und Asien errichtet, heißt es von Unternehmensseite. Darüber hinaus wolle man mit anderen Impfstoffanbietern über Partnerschaften verhandeln. Die ersten Produktchargen sollen voraussichtlich Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. „Pro Charge lassen sich vier bis acht Millionen Impfstoffdosen herstellen, so dass bis Ende 2021 hoffentlich Hunderte von Millionen Impfstoffdosen verfügbar sind.“ Derzeitiges Planungsziel sei eine Produktionskapazität von mehr als einer Milliarde Impfstoffdosen. (cw)

Quelle: Mitteilung Janssen Deutschland

Mehr zum Thema

Medizintechnik

Ein Ultraschalldetektor kleiner als eine Blutzelle

BioNTech erwirbt Biotechanlage von Novartis

Aus Marburg Corona-Impfstoff?

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Mammogramm: Trotz vollständiger operativer Entfernung eines DCIS ist das Risiko, langfristig an Brustkrebs zu sterben stark erhöht, - besonders hoch ist es bei jung erkrankten sowie dunkelhäutigen Frauen.

Therapiestrategie überdenken

Nach DCIS steigt brustkrebsbedingte Sterberate

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Debatte um DRG in der Jugendmedizin

Bundesrat: Tabakwerbeverbot kommt – Weg frei für ePA

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden