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Chefs fordern von Bewerbern emotionale Intelligenz

Der Intelligenzquotient spielt als Qualifikationsmerkmal bei der Personalsuche zwar eine Rolle. Immer wichtiger wird aber die soziale Kompetenz von Bewerbern.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Der reine Intelligenzbolzen, der seine Aufgaben wie die Axt im Walde umsetzt, hat in vielen Betrieben ausgedient. Bei Einstellungen schauen Chefs immer mehr auf die emotionale Intelligenz von Bewerbern.

Das hat eine aktuelle Umfrage der Online-Stellenbörse careerbuilder.de ergeben, für die 547 Führungskräfte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Schweden befragt wurden.

83 Prozent der Arbeitgeber hätten geantwortet, ihnen sei die emotionale Intelligenz (EI) eines Arbeitnehmers wichtiger als dessen Intelligenzquotient (IQ).

Gefühle wahrnehmen und verstehen

Mit 55 Prozent gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, einem Bewerber mit einem hohen IQ keine Chance zu geben, wenn er zugleich über einen niedrigen EI-Level verfüge.

Unter dem Begriff emotionale Intelligenz subsumieren sich die Fähigkeiten eines Menschen, Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen, auf die Gefühle anderer zu reagieren und Beziehungen zu gestalten.

Das alles sind Qualifikationsmerkmale, wie sie für Mitarbeiter in Arztpraxen wie auch in Kliniken unverzichtbar sind.

Gefragt, warum die emotionale Intelligenz wichtiger als ein hoher IQ bei der Auswahl von Mitarbeitern sei, erläuterten die Chefs (Antworten nach Wichtigkeit):

  • Angestellte mit einer hohen EI könnten Konflikte effektiv lösen.
  • Sie wüssten, was sie tun müssten, um gut bei Kunden anzukommen.
  • Sie reagierten empathisch auf ihre Teammitglieder und verhielten sich entsprechend.
  • Sie könnten andere motivieren.
  • Sie blieben mit höherer Wahrscheinlichkeit ruhig unter Druck.
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