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Übergewichtsdebatte

Coca-Cola soll Kooperationen offenlegen

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BERLIN. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch meldet einen Erfolg im Bemühen, den Getränkehersteller Coca-Cola auch in Europa für mehr Transparenz bei seinen Gesundheitspartnerschaften sorgen zu lassen.

"Sportprojekte, Gesundheitsinitiativen, Forschungsförderung: Mit dreistelligen Millionenbeträgen beeinflusst Coca-Cola die globale Debatte über die Ursachen von Übergewicht", prangert foodwatch an.

In Reaktion auf massive öffentliche Kritik an diesen Gesundheitspartnerschaften hatte der Softdrink-Konzern für Nordamerika eine Liste seiner Fördermaßnahmen ins Internet gestellt.

Die Verbraucherorganisation fordert Coca-Cola auf, auch in Europa seine Zahlungen an Wissenschaftler und Gesundheitsprojekte offenzulegen - und zwar bis Ende Januar 2016.

Im August hatte die "New York Times" einen Fall von Wissenschaftssponsoring von Coca-Cola enthüllt. Daraufhin gab der Konzern zu, in Nordamerika in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Millionen Dollar für Gesundheitspartnerschaften und Wissenschaftskooperationen ausgegeben zu haben, und veröffentlichte eine Liste der Mittelempfänger.

Bereits bekannt sei laut foodwatch, dass Coca-Cola auch in Deutschland mehrere Sport- und Gesundheitsinitiativen fördere, darunter eine Kooperation mit der Charité zur Herzgesundheit sowie Sportprojekte der Deutschen Sporthilfe oder des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Laut "New York Times" hatte Coca-Cola 1,5 Millionen Dollar für die Einrichtung des "Global Energy Balance Network" gespendet, das laut seiner Website nun die Dienste einstellt - "due to resource limitations".

Entgegen den wissenschaftlichen Fakten habe die Forschungseinrichtung behauptet, es gebe keine Belege dafür, dass zuckrige Getränke Übergewicht verursachen. Vielmehr sei mangelnde Bewegung das Problem. Daraufhin entspann sich eine internationale Diskussion über die Einflussnahme auf die Übergewichtsdebatte.

Coca-Cola reagierte am Freitag nicht auf eine Anfrage der "Ärzte Zeitung", die dem Unternehmen die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt hatte. (maw)

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