SARS-CoV-2

Coronavirus sorgt für schlechte Stimmung in der Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft macht sich zunehmend Sorgen um die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf ihr Geschäft – zwei Beispiele aus der Chemie und dem Außenhandel.

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Ludwigshafen/Berlin. Deutsche Unternehmen rechnen mit deutlichen Belastungen für die Weltwirtschaft durch das neuartige Coronavirus. So rechnet der weltgrößte Chemiekonzern BASF mit deutlichen Belastungen für die Weltwirtschaft durch das neuartige Coronavirus. Mit SARS-CoV-2 sei ein neuer Faktor hinzugekommen, der das Wachstum am Jahresanfang vor allem in China erheblich belaste, so Unternehmenschef Martin Brudermüller bei Vorlage der Jahreszahlen am Freitag in Ludwigshafen.

Eine geringere Nachfrage und Produktionsausfälle in vielen Branchen seien Folgen der Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus. So blieben zahlreiche Fabriken in China über das Neujahrsfest hinaus geschlossen oder produzieren in geringerem Umfang.

Vor allem im ersten und zweiten Quartal rechnet die BASF mit negativen Effekten. Zudem erwarte er nicht, „dass die Corona-Effekte im Jahresverlauf vollständig ausgeglichen werden können“, fügte Brudermüller hinzu.

Dennoch will BASF im laufenden Jahr nach einem Umsatzrückgang 2019 wieder wachsen. Die Erlöse sollen 2020 auf 60 bis 63 Milliarden Euro steigen nach 59,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern peilt das Unternehmen im laufenden Jahr 4,2 Milliarden bis 4,8 Milliarden Euro an. 2019 ging das Ergebnis um 28 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zurück.

„Folgen für den Verbraucher noch gering“

Auch der Außenhandelsverband BGA sieht zunehmende Belastungen für die Wirtschaft durch den neuartigen Coronavirus – die Folgen für die Verbraucher aber seien derzeit noch gering. BGA-Präsident Holger Bingmann sagte der Deutschen Presse-Agentur, es zeige sich immer deutlicher, dass die Coronavirus-Epidemie nicht spurlos an der Wirtschaft vorbei gehe. „Die ersten Auswirkungen machen sich klar bemerkbar. So kommt es zu Liefer- und Produktionsengpässen, da Ware teilweise nicht aus den Häfen kommt oder die Produktionen stillstehen.“

Allerdings spürten die meisten Branchen im Großhandel noch kaum direkte Auswirkungen, da eigene Lagerbestände vorhanden seien, die vieles abfedern könnten: „Das beste Mittel, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, ist weiterhin eine transparente Kommunikation und nicht in Panik zu verfallen.“

In welchem Ausmaß sich der Virus auf die Wirtschaft und Konjunktur auswirken werde, sei derzeit noch schwer abzuschätzen. „Aus vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit wissen wir, dass sie eine spürbare Delle in der Weltkonjunktur hinterlassen können. Die vergangenen Wochen und Monate zeigen deutlich, wie empfindlich unsere global vernetzte Wirtschaft auf Epidemien und Handelsstreitigkeiten reagieren kann“, so Bingmann.(dpa)

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