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Kommentar zum Gesundheitsnetzwerk „Wir für Gesundheit“

Debeka sendet starkes Signal an PKV-Branche

Die betriebliche Krankenversicherung verspricht der PKV eine rosige Zukunft. Kein Wunder, dass sich die Debeka früh positioniert.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Mit der Beteiligung am Gesundheitsnetzwerk „Wir für Gesundheit“ sendet die Debeka ein starkes Signal an die Branche. Der mit Abstand größte private Krankenversicherer (PKV) zeigt erneut, dass er nicht nur beim Verkauf von Versicherungspolicen, sondern in allen Bereichen der PKV vorne mitmischen möchte.

Durch den Kauf eines Drittels der Anteile kann die Debeka bei „Wir für Gesundheit“ als gleichberechtigter Partner der privaten Klinikketten Asklepios und Helios eine strategische Rolle übernehmen und die Ausrichtung des Unternehmens mit beeinflussen.

Das betrifft zum einen die betriebliche Krankenversicherung, in der das Netzwerk mit seinen mehr als 300 Partner-Kliniken und ambulanten Einrichtungen seit 2014 aktiv ist. „Wir für Gesundheit“ bietet Arbeitgebern Zusatzpolicen an, die ihren Mitarbeitern Zugang zu besonderen Leistungen bei den Netzwerk-Mitgliedern verschaffen. Die betriebliche Krankenversicherung gilt als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld der PKV. Hier will die Debeka ihre Position verstärken.

Auch für die Ambitionen im Gesundheitsmanagement hat die Beteiligung an „Wir für Gesundheit“ Vorteile. Der Versicherer will zusammen mit Asklepios und Helios neue Versorgungskonzepte erarbeiten, in die er seine Kunden gezielt steuern kann. Schon 2017 hat die Debeka gezeigt, dass sie in diesem Bereich einiges vorhat. Damals hat sie mit der Süddeutschen Krankenversicherung den Gesundheitsdienstleister Carelutions gegründet.

Beim Ausbau der Angebote von „Wir für Gesundheit“ wird die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen. Dass sie auf diesen Zukunftstrend setzt, hat die Debeka bereits mit ihrer Beteiligung an dem digitalen Krankenversicherer Ottonova unter Beweis gestellt. Man kann auf den nächsten Schachzug der Koblenzer gespannt sein.

Schreiben Sie der Autorin: wi@springer.com

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