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Der Wechsel hat keine Priorität

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Wer in den vergangenen Wochen und Monaten die Debatten über die private Krankenversicherung verfolgt hat, konnte leicht den Eindruck bekommen: Kaum etwas ist in dieser Branche so wichtig wie die Ausgestaltung der Wechselmöglichkeiten für die Kunden.

Dass Privatversicherte bislang nur unter Zurücklassung ihrer angesparten Alterungsrückstellungen den Anbieter wechseln können, ist ein gravierender Nachteil der PKV. Er hat Verbraucherschützern und Politikern reichlich Munition für Kritik geliefert.

Die Umfrage von TNS Infratest zeigt, dass für Kunden selbst die Wechselmöglichkeiten gar kein drängendes Thema sind. Obwohl ihnen im ersten Halbjahr 2009 die Wahl eines neuen Anbieters erleichtert wird, zieht ihn nur eine kleine Minderheit konkret in Betracht. Ein geringer Anteil ist unentschlossen, für mehr als 80 Prozent ist ein Wechsel keine Option.

Die PKV kann in den Zahlen einen Beleg dafür sehen, dass ihre Kunden gar nicht so unzufrieden sind. Ausruhen sollte sich die Branche auf den Ergebnissen aber nicht. Sie zeigen, dass Privatversicherte wirkliche Argumente brauchen, um zu wechseln. Überzeugen müssen bessere Leistungen oder bessere Preise, der Hinweis auf neue gesetzliche Möglichkeiten allein ist zu wenig.

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