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Kennzahlen 2022

Dermapharm meldet erstmals Milliardenumsatz

Der Grünwalder Mittelständler Dermapharm wächst weiterhin auch durch Zukäufe. Das belastet die Ertragslage. Einnahmen aus der Fertigung für BioNTech fallen jetzt weg.

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Grünwald. Der börsennotierte Arzneimittelhersteller und Parallelimporteur Dermapharm hat vergangenes Jahr erstmals über eine Milliarde Euro erwirtschaftet.

Nach vorläufigen Zahlen, die am Dienstag veröffentlicht wurden, stiegen die Konzerneinnahmen um knapp 9,0 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro. Operativ fiel die Entwicklung mit 360 Millionen Euro (+2,5 Prozent) auf bereinigter EBITDA-Ebene nicht ganz so stark aus. Damit blieb der Mittelständler leicht unter den in Aussicht gestellten Zielwerten.

Unbereinigt, also einschließlich aller sogenannten „Einmalkosten“, wird ein EBITDA-Rückgang um 6,5 Prozent auf 331 Millionen Euro ausgewiesen; zu Einmalkosten rechnet das Unternehmen unter anderem Aufwendungen für Akquisitionen und Restrukturierung, die sich im Berichtsjahr auf 28,4 Millionen Euro summiert hätten. Ein Jahresüberschuss wurde am Dienstag nicht genannt. Diese Gewinngröße soll erst mit der testierten Bilanz am 28. März bekanntgegeben werden.

Nachdem die Pandemie inzwischen nachgelassen hat, rechnet Dermapharm, das auch 2022 noch als Lohnhersteller für den Coronaimpfstoff von Pfizer/BioNTech Erlöse erwirtschaftet hat, in diesem Geschäft nun mit deutlicherem Einbruch. Kompensiert werden soll der Ausfall durch die kürzlich abgeschlossene Übernahme des französischen Phyto- und Nahrungsergänzungsmittelherstellers Arkopharma, der es 2022 auf rund 200 Millionen Euro Umsatz brachte.

Die Vorstands-Prognose für 2023: Der Konzernumsatz soll auf 1,08 bis 1,11 Milliarden Euro zulegen, das bereinigte EBITDA hingegen mit 300 bis maximal 310 Millionen Euro zweistellig abnehmen. (cw)

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