Fitness

Direktbank finanziert Mitarbeitern Studiomitgliedschaft

Beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement setzt die ING-Diba auf Flexibilität. So beteiligt sich die Direktbank bei ihren Mitarbeitern künftig bis zu 300 Euro je Jahr an den Kosten für die Mitgliedschaft in Studios oder Sportvereinen.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:
Mit dem neuen "Gesundheitsbudget" können etwa Mitgliedsbeiträge für den Sportverein oder das Fitnessstudio anteilig bezahlt werden.

Mit dem neuen "Gesundheitsbudget" können etwa Mitgliedsbeiträge für den Sportverein oder das Fitnessstudio anteilig bezahlt werden.

© Orange line Media / Hemera / Thinkstock

FRANKFURT/MAIN. Auch wenn der Arbeitsalltag in einer Bank eher kopflastig ist, schadet eine gute, sonstige Gesundheit nicht – im Gegenteil. Bei der in Frankfurt ansässigen Direktbank ING-Diba sollen nun alle deutschlandweit rund 4000 Mitarbeiter noch stärker motiviert werden, etwas für ihre Fitness zu tun. Im Sommer geht es los, dann haben alle Mitarbeiter einen Anspruch auf die Förderung ihrer Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio oder einem Sportklub. Die Bank beteiligt sich jährlich mit bis zu 300 Euro an den anfallenden Kosten. Hinterlegt ist diese Option, die intern dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zugeordnet ist, in dem zu Jahresbeginn erweiterten Zukunftstarifvertrag, der von Gewerkschaftsseite aus lobende Worte erfahren hatte.

Individuelle Bedarfssituation

Die Direktbank wagt mit dem neuen Angebot keineswegs den Sprung ins kalte Wasser – sie hat sich in puncto Mitarbeiterfitness bereits warmgeschwommen. Wie Corinna Vogt, bei der ING-DiBa AG Head of Learning & Development Programs, in deren Verantwortungsbereich neben der Mitarbeitergesundheit auch die Führungskräfteentwicklung und das Employer Branding gehören, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" verdeutlicht, bietet die Bank ihren Mitarbeitern in Frankfurt bereits verschiedene kostenlose Fitnesskurse unter professioneller Leitung an. An den Standorten Nürnberg und Hannover bestehen Kooperationsverträge mit externen Partnern, wie Fitnessstudios.

"Die Angebote werden zwar angenommen, wir haben aber festgestellt, dass bei vielen Mitarbeitern – gerade in Frankfurt mit seinem weiten Einzugsgebiet – die Zeiten mit den persönlichen Lebensbedürfnissen kollidieren. Wir brauchten somit eine Lösung, die die individuellen Bedürfnissituationen der Mitarbeiter befriedigen kann", so Vogt.

Mit der bankseitigen Kostenbeteiligung habe jeder Mitarbeiter nun auch an seinem Wohnort die Möglichkeit, Sportangebote zu den Zeiten wahrzunehmen, die ihm am besten passen. Abgerechnet werde gegen Vorlage der Mitgliedsrechnung.

Wie Vogt betont, bleiben die anderen Fitnessangebote bestehen und können zusätzlich genutzt werden. Für die Bank stünden im Zuge des BGM die drei Themen Bewegung, Ernährung und Stress im Fokus. Wie Vogt erläutert, sehe die Unternehmenskultur ausdrücklich vor, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter aktiv auf Gesundheitsthemen und die BGM-Optionen ansprechen.

Laut Vogt entfaltet das BGM-Engagement auch eine Strahlkraft auf die Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber – so biete das Unternehmen neben der klassischen Grippeschutzimpfung zum Beispiel auch eine Gesundheitszusatzversicherung an, die für gesetzlich versicherte Mitarbeiter wie eine private Krankenzusatzversicherung fungiere.

Ergänzende Kassenangebote

Selbstredend haben die Bankmitarbeiter neben den Offerten aus dem unternehmensfinanzierten BGM auch Anspruch auf kassenfinanzierte oder zumindest -bezuschusste Leistungen, die im Präventionsgesetz begründet sind.

Hier verzeichnet der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) einen anhaltenden Ansturm auf die von seinen Partnern angebotenen, von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifizierten Präventionskurse.

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