Kommentar

Drum prüfe, wer sich bindet

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Wolfgang Bachmann, Chef des Franchise-Anbieters Viecare, ist ohne Zweifel ein Visionär. Binnen fünf Jahren will er 3000 Praxischefs von seiner Idee überzeugen, ihre Praxis auf Franchise-Basis zu führen. Nach dem Start der Pionierpraxis in Kamp-Lintfort vor einigen Wochen hat er bereits zwei Dutzend Franchise-Nehmer gefunden. Chapeau! So weit sind manche Franchise-Konzepte anderer Anbieter in der Vergangenheit erst gar nicht gediehen.

Anscheinend trifft der Unternehmer mit seiner Idee den Nerv der Zeit. Sein Argument hat etwas für sich: Das Praxisteam - und hierbei vor allem die Ärzte - könnten sich voll auf die medizinische Aufgabe konzentrieren, während sich der Franchise-Geber um den organisatorischen Ballast kümmert. Inklusive Praxismarketing.

Als Freifahrtschein für die erfolgreiche Arztpraxis ist der Schritt in die Franchise-Praxis indes nicht zu verstehen. Denn die unternehmerische Verantwortung gibt der Praxischef keineswegs an der Praxistür ab, wenn er sich für die Franchise-Lösung entscheidet. Auch diese ist mit laufenden Kosten verbunden, die im Praxisbetrieb erst einmal wieder eingefahren werden müssen, bis sich die Investition lohnt. Also gilt auch hier die alte Weisheit: Drum prüfe erst, wer sich bindet.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Die Vision: Eine Praxis je Postleitzahlenbezirk

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?