EU-Kommission

Corona-Genesenenzertifikat bald auch nach Antigen-Schnelltests möglich

Geht es nach der EU-Kommission, können Ärzte auch hierzulande bald Genesenenzertifikate nach einem positiven Antigen-Schnelltest ausstellen. Dafür fehlt aber noch eine deutsche Regelung.

Veröffentlicht:
Dreifach geimpft, einmal genesen, zweifach zertifiziert.

Dreifach geimpft, einmal genesen, zweifach zertifiziert.

© Marcus Brandt / dpa

Brüssel. Den EU-weit gültigen Nachweis einer überstandenen COVID-19-Erkrankung können Bürgerinnen und Bürger künftig auch nach einem positiven Antigen-Schnelltest auf SARS-CoV-2 erhalten. Dieser müsse aber durch entsprechend qualifiziertes Personal durchgeführt worden sein und auf der gemeinsamen EU-Liste der Antigen-Schnelltests gelistet sein, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Die Liste stellt die EU-Kommission online bereit. Die EU-Länder können diese Zertifikate den Angaben zufolge auch rückwirkend auf der Grundlage von Tests ausstellen, die ab dem 1. Oktober durchgeführt worden sind.

Dafür wäre hierzulande eine Anpassung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) nötig, was Gesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) vergangene Woche zunächst in Aussicht gestellt hatte. Bislang gibt die Verordnung dem Robert Koch-Institut (RKI) und Paul-Ehrlich-Institut die Kompetenz, die „fachlichen Vorgaben“ festzulegen. Die sehen bislang einen Nukleinsäurenachweis, also PCR oder NAT vor. Lauterbach hatte am Montag bekundet, jedenfalls an der Dauer des Genesenenstatus von drei Monaten festhalten zu wollen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte, mit der Änderung könne ein Teil des erheblichen Drucks auf die nationalen Screening-Kapazitäten gelindert werden. Im Zuge der Omikron-Welle standen die Labore etwa in Deutschland knapp vor Engpässen bei den PCR-Test-Kapazitäten. Die neuen Regeln gelten ab sofort. Länder wie Deutschland können Genesenenzertifikate auf der Grundlage von Antigen-Schnelltests ausstellen, sobald sie bereit sind, so die EU-Kommission. (dpa/nös)

Mehr zum Thema

Anhaltende Konsolidierung

Fast 400 Apotheken warfen 2022 das Handtuch

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe
Einladung zum IV. Internationalen Vitamin-C-Kongress

© Pascoe

Aktuelles aus Forschung und Praxis

Einladung zum IV. Internationalen Vitamin-C-Kongress

Anzeige | Pascoe
Dr. Ruth Poglitsch ist niedergelassene Allgemeinmedizinerin in Graz, Österreich.

© [M] Fotowerkstatt; Hintergrund: © [M] VioletaStoimenova / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Hochdosiertes Vitamin C (i.v.) bei Long-COVID

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare lesen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen