Kommentar zu Praxiskosten

Eine saubere Kalkulation

Von Rebekka HöhlRebekka Höhl Veröffentlicht:

Endlich bringt den Big-Playern im Gesundheitswesen einmal jemand bei, wie man betriebswirtschaftlich sauber rechnet. Und das bei dem großen Streitthema "Praxiskosten".

Sich gegenseitig hier nur reine Statistiken um die Ohren zu hauen, mag ja vielleicht zeigen, auf welchem Niveau die Praxiskosten stehen.

Es zeigt aber eben nicht, wie sich die Kosten entwickeln, wenn Praxen plötzlich ihre Fallzahl erhöhen müssen, weil etwa gerade eine Praxis im näheren Umfeld aus Mangel an Nachfolgern ihre Pforten schließen musste. Oder wie sich Qualitätsanforderungen auf die Kosten auswirken.

Genauso wenig aber zeigt ein solches Vorgehen, welche Hebel tatsächlich helfen, Versorgungsqualität zu verbessern und Kosten zu senken. Und wie sich ein Konzept erarbeiten lässt, das Effizienz und Qualität vereinigt.

Denn wirtschaften - auch mit Geldern aus dem Gesundheitsfonds - heißt nicht, einfach nur die Kosten zu drücken.

Eine Praxiskostenfunktionsrechnung, wie vom Hamburg Center for Health Economics vorgelegt, kann das eher abbilden. Sie wäre - wirtschaftlich gesehen - die weitaus bessere Basis für eine Vergütung einer qualitativ hochwertigen ärztlichen Versorgung mit begrenzten finanziellen Mitteln.

Lesen Sie dazu auch: Mehr Fälle, geringere Praxiskosten: Die verkehrte Milchmädchen-Rechnung

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