Nach Implantat-Skandal

Erste Anklage gegen einen Arzt

KARLSRUHE (dpa). Nach dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate verhandelt das Landgericht Karlsruhe am 13. November über die erste Schadenersatzklage einer Betroffenen.

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Die Frau verlange unter anderem vom behandelnden Arzt Schmerzensgeld in einer Größenordnung von 20.000 bis 30.000 Euro, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Nach Angaben der Anwälte handele es sich um die erste derartige in Deutschland eingereichte Klage.

Die französische Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hatte über Jahre hinweg Brustimplantate verkauft, die mit nicht dafür zugelassenem Industriesilikon gefüllt waren. Die Firma ist inzwischen pleite.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geht davon aus, dass mehr als 5000 Frauen in Deutschland Implantate von PIP oder anderen unseriösen Firmen erhalten haben.

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