Direkt zum Inhaltsbereich

FDA / USA

Erste reguläre Remdesivir-Zulassung gegen COVID-19

Aufgrund dreier klinischer Studien mit insgesamt rund 2000 Teilnehmern sieht die FDA die Wirksamkeit des Virushemmers Remdesivir gegen COVID-19 unter Beweis gestellt.

Veröffentlicht:
 Eine Ampulle des Medikamentes Remdesivir

Eine Ampulle des Medikamentes Remdesivir.

© Ulrich Perrey / dpa

Silver Spring. Die US-Zulassungsbehörde FDA hat am Donnerstag Gileads Veklury® (Remdesivir ) gegen COVID-19 zugelassen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die erste reguläre Genehmigung für ein COVID-Medikament in den USA. Sie gilt für hospitalisierte Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und 40 Kilogramm Körpergewicht.

Wie die Behörde betont, beinhaltet diese reguläre Zulassung nicht den Gebrauch bei Patienten, den die bereits früher erteilte und jetzt aktualisierte Notfallerlaubnis („Emergency Use Authorization“) für Remdesivir vorsieht. Danach darf der Wirkstoff in Ermangelung anderer Optionen auch bei hospitalisierten pädiatrischen COVID-19-Patienten gegeben werden, die zwischen wenigstens 3-5 und 40 Kilogramm wiegen. Umfassende klinische Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Subgruppe müssten aber noch beigebracht werden, so die FDA.

„Meilenstein in der Pandemie“

Behördenchef Stephen Hahn kommentiert die Remdesivir-Zulassung als „wichtigen wissenschaftlichen Meilenstein in der COVID-19-Pandemie“. Etwaigen Spekulationen, die Behörde könnte sich politischem Druck zugunsten einer schnellen Freigabe gebeugt haben, kommt Hahn mit dem Hinweis zuvor, man habe sich die klinischen Studiendaten gründlich angesehen („rigorously assessed“).

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, liegen der FDA-Zulassung drei klinische Studien zugrunde: An einem placebokontrollierten Doppelblindtest nahmen 1062 Probanden teil, die milde, mittelschwere und schwere Symptome zeigten. In zwei weiteren Open-label-Studien wurde Remdesivir einmal in sowohl fünf- als auch zehntägiger Gabe gegen die Standardtherapie geprüft, das andere Mal die fünftägige Gabe mit der zehntägigen verglichen. An diesen offenen Versuchen nahmen knapp 1000 Probanden teil.

Die mediane Zeit bis zur Rekonvaleszenz im Verum-Arm der RCT-Studie betrug demnach zehn Tage, in der Placebogruppe 15 Tage; Rekonvaleszenz war definiert als Krankenhausentlassung oder erfolgreiches Absetzen der Sauerstoffzufuhr sowie weiterer medizinischer Behandlungsmaßnahmen. Daten zur Mortalität werden in der FDA-Mitteilung nicht erwähnt. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Fehlzeiten-Report 2026

Aktuelle Kassenstatistik: Mehr Fehlzeiten durch psychische Leiden

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst

Lesetipps
Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann

Petechien, also kleine Einblutungen in die Haut, an einem Bein.

© Robert Yap / stock.adobe.com

Frühe Warnzeichen

Bei diesen Hautbefunden auch an Hantavirus denken

Nahaufnahme einer Ärztin, die die Schilddrüse einer Patientin mit einem Ultraschallgerät untersucht.

© [M] artem_goncharov / stock.adob

Best-Practice-Empfehlungen

Erhöhtes Schilddrüsenkrebs-Risiko unter GLP-1-RA-Therapie?