Harninkontinenz

Erster rezeptierbarer Beckenbodenkurs via App

Frauen mit Blasenschwäche könnten von einer neuen App für das Beckenbodentraining profitieren. Die Kassen beteiligen sich.

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MÜNCHEN. Das Münchner E-Health Start-up Temedica hat den nach eigenen Angaben ersten erstattungsfähigen Beckenbodenkurs per App entwickelt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen, wie die Unternehmensgründer Gloria Seibert und Clemens Kofler betonen, zwischen 80 und 100 Prozent der Kursgebühren für "pelvina" in Höhe von 74,99 Euro.

Die E-Health-Lösung ist im App Store, bei Google Play sowie in allen deutschen Apotheken erhältlich, wie es heißt. Die Inhalte entwickelte das Start-up gemeinsam mit Ärzten und Physiotherapeuten.

Temedica hat sich digitalen Lösungen zur Verbesserung der Patientenversorgung im Therapie- und Präventionsbereich verschrieben und sich mit pelvina einem Thema angenommen, von dem vor allem Frauen, besonders Mütter, betroffen sind: Blasenschwäche.

Obwohl in Deutschland jede dritte Frau darunter leide, werde das Thema immer noch tabuisiert. Blasenschwäche stehe häufig im Zusammenhang mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur. Mit seinem medizinisch basierten und leicht in den Alltag integrierbaren Präventionskurs wolle Temedica Frauen helfen und wirksam diesem verbreiteten Phänomen vorbeugen.

"Bei der Entwicklung von pelvina war uns besonders wichtig, dass die Kursteilnehmerinnen Spaß an der App und dem Kurs haben", verdeutlicht Seibert. Die App basiert auf den drei Bausteinen Wissen, Wahrnehmung und Kräftigung. Sie beinhaltet mehr als 100 Videos und PDF-Dokumente zum Nachlesen wichtiger Kursinhalte.

Das kostenlose Willkommenspaket beinhalte einen Trainingsball und Handyständer. (maw)

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