Marktentwicklung

GKV-Arzneimittelausgaben legen 2025 moderat zu – Absatz rückläufig

Punktlandung: Niedergelassene Vertragsärztinnen und -ärzte haben 2025 nicht mehr verordnet, als mit den Krankenkassen vereinbart war.

Christoph WinnatVon Christoph Winnat Veröffentlicht:
Waage mit Pillen auf der einen Seite und Geld auf der anderen

Mit zuletzt 56,4 Milliarden Euro liegen die effektiven Arzneimittelkosten der GKV erneut auf Rekordniveau.

© rinrada / stock.adobe.com

Berlin. Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind vergangenes Jahr um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gestiegen (nach gesetzlichen Rabatten der Hersteller und Handelsstufen sowie Patienten-Zuzahlung aber vor kassenindividuellen Rabattverträgen). Das Zuwachsvolumen blieb damit auf den Punkt im zuvor zwischen KBV und GKV-Spitzenverband für 2025 vereinbarten Rahmen. Das meldet am Donnerstag der Wirtschaftsverband der Apotheker DAV, dessen Angaben auf der brancheneigenen Rezeptabrechnung basieren.

Gleichzeitig nahm im Berichtsjahr der Absatz zulasten gesetzlicher Kostenträger um 1,5 Prozent auf 749 Millionen Packungen leicht ab. Das Ausgabenplus ist demnach einmal mehr der Innovationskomponente geschuldet. DAV-Vorsitzender Hans-Peter Hubmann: „Die Krankenkassen geben mehr Geld für weniger Medikamente aus. Denn neue und innovative Arzneimittel sind oft teurer als ihre Vorgänger“.

Davon hätten die Apotheken allerdings nur insoweit profitiert, als die prozentuale Komponente ihres Abgabehonorars (3,0 Prozent auf den Einkaufspreis ohne Umsatzsteuer) den Mengenrückgang – und damit auch den Rückgang der fixen Honorarkomponente je Packung (8,35 Euro vor gesetzlichem Rabatt) – nur ausgeglichen hätten. Unterm Strich, heißt es, stagniere die Gesamtvergütung des pharmazeutischen Einzelhandels, eine genaue Honorarberechnung liege noch nicht vor. 2024 brachten GKV-Rezepte den Offizinen Gesamteinnahmen von rund 5,84 Milliarden Euro.

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