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Corona-Impfung

Keine Corminaty®-Einzeldosen: Hausärzteverband befürchtet „organisatorischen Overkill“

Dass auch die XBB.1.5-angepasste Version des mRNA-Impfstoffs Comirnaty® nicht in gebrauchsfertigen Einzeldosen ausgeliefert wird, sorgt bei Leistungserbringern weiter für Verärgerung.

Veröffentlicht:
Professorin Nicola Buhlinger-Göpfarth im Gespräch mit einer Patientin

Professorin Nicola Buhlinger-Göpfarth befürchtet einen erheblichen Aufwand in Arztpraxen bei der Corona-Impfung. (Archivbild)

© Christoph Schmidt/picture alliance/dpa

Berlin. Der Deutsche Hausärzteverband befürchtet einen erheblichen Aufwand in Arztpraxen bei der Impfung gegen das Coronavirus. Mit Blick auf den am vergangenen Freitag von der EU-Kommission zugelassenen, XBB.1.5-angepassten Impfstoff von BioNTech/Pfizer sagte die Vize-Verbandsvorsitzende Professorin Nicola Buhlinger-Göpfarth dem „Spiegel“, es sei ärgerlich, dass es das Vakzin nicht als Einzeldosis gebe.

„Wir werden wieder im organisatorischen Overkill enden, wenn wir jedes Mal, wenn eine BioNTech-Impfung notwendig ist, entweder schnell fünf weitere Impflinge organisieren, die Impfung verschieben oder fünf Impfdosen wegschmeißen müssen“, so Buhlinger-Göpfarth. Der Impfstoff wird vorerst nur in Vials ausgeliefert, die sechs Dosen enthalten.

Nach Angaben BioNTechs laufen derzeit Vorbereitungen, auch Einzeldosen des angepassten Impfstoffs auf den Markt zu bringen. Wann diese aber in Deutschland verfügbar sein könnten, sei noch offen. „Wir verstehen den Wunsch der Ärztinnen und Ärzte“, teilte das Unternehmen mit.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte auf Anfrage der Ärzte Zeitung kürzlich wissen lassen, dass gemäß zentralem EU-Liefervertrag mit BioNTech allein dieses Jahr 17,5 Millionen Dosen Comirnaty® von Deutschland abzunehmen sind. Und dass weder diese Menge, noch die für die beiden Folgejahre verhandelten weiteren rund 30 Millionen Dosen in Form von Einzeldosenbehältnissen in den Handel kommen werden. (dpa/eb)

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