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Recht

Hausarzt muss wegen mehr als 300 COVID-Scheinimpfungen vor Gericht

Ein Arzt aus Bayern ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Betrugs und wissentlicher unrichtiger Dokumentation von SARS-CoV-2-Schutzimpfungen angeklagt. Gegen ihn wurde bereits ein vorläufiges Berufsverbot verhängt.

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Augsburg. Nach dem Skandal um mutmaßlich nur vorgetäuschte Corona-Impfungen in Schwaben muss sich der beschuldigte Hausarzt nun vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Das Gericht habe die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen und 22 Termine ab 2. Mai festgelegt, teilte Gerichtssprecher Peter Grünes am Dienstag mit. Ein Urteil könnte es demnach Ende September geben.

Der 73 Jahre alte Mediziner aus Wemding (Landkreis Donau-Ries) soll im Jahr 2021 bei 176 Patienten Scheinimpfungen vorgenommen haben. Den Impfstoff soll der Mann entsorgt haben und den Impfwilligen dann leere Spritzen ins Gesäß gestochen haben. Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen geht von 314 entsprechend manipulierten Erst- und Zweitimpfungen aus.

Honorar für Scheinimpfungen abgerechnet

Anschließend soll er die Impfpässe falsch ausgestellt haben und das Honorar für die Impfungen abgerechnet haben. Der Arzt ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Betrugs und wissentlicher unrichtiger Dokumentation von Schutzimpfungen angeklagt. Gegen ihn wurde bereits ein vorläufiges Berufsverbot verhängt.

Außerdem soll die Praxis des Hausarztes bei impfkritischen Bürgern, die Impfbescheinigungen ohne echte Impfung haben wollten, bekannt gewesen sein. Daher soll er mindestens 40 solcher Patienten nicht vorgenommene Impfungen bescheinigt haben. Diese Methode sei unter Impfgegnern als „Schonimpfung“ bekannt gewesen, berichteten die Ermittler. Gegen Patienten, die bei den Impfmanipulationen mitgemacht haben sollen, wurden deswegen ebenfalls Strafverfahren eingeleitet. (dpa)

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