Direkt zum Inhaltsbereich

Höhere Haftpflicht

Hebammen erhalten Zulagen pro Geburt

Veröffentlicht:

BERLIN. Das Bangen der Hebammen wegen stetig steigender Berufshaftpflichtprämien hat zunächst ein Ende. Rückwirkend ab dem 1. Juli 2014 erhalten freiberufliche Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig sind, Haftpflichtzulagen. Die Regelung gilt bis 30. Juni 2015. Das hat der GKV-Spitzenverband am Freitag mitgeteilt.

Die Zulagen können zusätzlich zu den geburtshilflichen Leistungen abgerechnet werden. Ein Beispiel: Für eine Hausgeburt kann eine Hebamme dann nicht nur 707 Euro liquidieren, sondern auch eine Zulage von 132 Euro.

Für eine Geburt in einer von Hebammen geleiteten Einrichtung wie Geburtshäusern gibt es zusätzlich 68 Euro pro Geburt. Und eine Beleghebamme im Krankenhaus im Schichtdienst erhält eine Zulage je Geburt von 8,81 Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen setzen damit Vorgaben des Gesetzgebers um, wonach besonders Hebammen finanziell unterstützt werden sollen, die wenige Geburten betreuen. Dem GKV-Spitzenverband zufolge beläuft sich die Förderung der in der Geburtshilfe tätigen Hebammen damit auf 2,6 Millionen Euro.

Mitte 2015 sollen die Haftpflichtzulagen durch individuelle Sicherstellungszuschläge je Hebamme abgelöst werden. Hierzu müssen die Hebammen dann Nachweise erbringen: Im Gespräch seien die Anzahl betreuter Geburten aber auch Qualitätsaspekte, erläutert der GKV-Spitzenverband. Hierüber verhandelt der GKV-Spitzenverband in den kommenden Monaten aber noch mit den Hebammenverbänden.

Doch auch freiberufliche Hebammen ohne Geburtshilfe müssen die steigenden Haftpflichtbeiträge nicht völlig allein stemmen. Hierzu hatten sich GKV-Spitzenverband und Hebammenverbände bereits im Mai diesen Jahres auf eine finanzielle Unterstützung von insgesamt 600.000 Euro verständigt. (jvb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Den Herausforderungen mit Hopfenextrakt begegnen

© Pixelrohkost / stock.adobe.com

Arztinformation – Hilfe für Patientinnen in den Wechseljahren

Den Herausforderungen mit Hopfenextrakt begegnen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Procter & Gamble Health Germany GmbH, Schwalbach am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Exklusiv Bundesgesundheitsministerin im Interview

Nina Warken über Reformdruck: „So wie bisher kann es doch nicht weitergehen“

Lesetipps