Direkt zum Inhaltsbereich

Industrie plädiert für Euro-Rettungsschirm

BERLIN (dpa). Der Bundesverband Deutscher Industrie (BDI) warnt vor unkalkulierbaren wirtschaftlichen Folgen, sollte der Euro-Rettungsschirm scheitern. Noch sei die Wirtschaft in guter Verfassung.

Veröffentlicht:

"Aber es hängen dunkle Gewitterwolken von den Finanzmärkten am Himmel", sagte BDI-Chef Hans-Peter Keitel am Dienstag beim "Tag der Industrie" in Berlin. Er appellierte an die Bundestagsabgeordneten, dem Gesetz für den erweiterten Rettungsschirm (EFSF) am Donnerstag zuzustimmen.

Vergemeinschaftung von Schulden in Europa abgelehnt

Die Industrie lehne eine Vergemeinschaftung von Schulden in Europa strikt ab: "Wir sagen ein klares Nein zu einer Haftungsunion." Die Politik dürfe nicht länger an den Symptomen der Krise herumdoktern.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stellte erneut seine Idee für einen neuen Euro-Vertrag vor - mit einem politisch unabhängigen "europäischen Fiskalfonds".

"Der Fonds soll die maßgebliche Instanz bei der Durchsetzung haushaltspolitischer Disziplin sein", sagte Keitel. Auch müsse es ein Insolvenzverfahren für Staaten geben.

Energie-Pakt vorgeschlagen

Um die Wirtschaftskraft Griechenlands und anderer südlicher Länder in Europa zu stärken, schlug Keitel einen Energie-Pakt vor. So könnte Solarenergie aus Griechenland in die westeuropäischen Industriegebiete kommen.

Die produzierenden Unternehmen seien nicht Auslöser, sondern Betroffener der aktuellen Krise. "Die derzeitige Verschuldungskrise gefährdet ernsthaft den Fortbestand des Euro-Raums und es gefährdet die EU."

Keitel rief die Banken auf, sich wieder auf ihre Kernaufgabe - die Versorgung der Firmen mit Geld - zu konzentrieren.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Wann sich Weltraum-Investments lohnen

Deutsche Apother- und Ärztebank

Apobank vereint Kreditkarte und Organspendeausweis

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?

Früherkennung von Geschlechtskrankheiten

Kein Screen & Treat bei mukosalen STI!

Schädel-Hirn-Traumata

Was Kopfbälle für das Demenzrisiko bedeuten

Lesetipps
Ein Blick in die aktuelle Isolationsstudie SOLIS100, die in Zusammenarbeit mit der ESA durchgeführt wird. Sechs Personen sind für 100 Tage in einem Raum isoliert ohne Kontakt nach außen bis auf terminierte Mission-Controll-Telefonate und 30 Minuten Kontakt zu Freunden und Familie pro Woche über Telefon/Videoanruf.

© DLR

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer