Direkt zum Inhaltsbereich

SARS-CoV-2-Vakzine

Janssen beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff Ad26.COV2.S

Schon Mitte März soll eine Empfehlung der EMA zur EU-weiten Zulassung des COVID-19-Impfstoffs von Janssen ergehen. Vorteil der Vakzine: Für die Impfung reicht eine Injektion.

Veröffentlicht:
Zwei Ampullen von Ad26.COV2.S: Janssen hat bei der EMA die bedingte Zulassung ihres Impfstoffs beantragt.

Zwei Ampullen von Ad26.COV2.S: Janssen hat bei der EMA die bedingte Zulassung ihres Impfstoffs beantragt.

© Cheryl Gerber/Johnson & Johnson/dpa

Amsterdam. Janssen, die Pharma-Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson, hat bei der EU-Arzneimittelagentur EMA einen Antrag auf bedingte Zulassung (Conditional Marketing Authorisation) ihres vektorbasierten DNA-Impfstoffs „Ad26.COV2.S“ zur Coronaprävention eingereicht.

Laut EMA soll der Kandidat schon Mitte März vom Fachausschuss CHMP begutachtet werden. Diese kurze Frist sei möglich, heißt es, weil frühere Studiendaten zu der Janssen-Vakzine bereits seit Dezember in einem sogenannten Rolling Review fortlaufend von der Behörde gesichtet werden.

Der Zulassungsantrag für den nur einmal zu injizierenden Impfstoff basiere auf ersten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der Phase-3-Studie „ENSEMBLE“, heißt es, an der rund 44 .000 Probanden teilgenommen haben. Ende Januar hatte Janssen von einer 66-prozentigen Schutzwirkung vor einer moderaten bis schweren Covid-19-Infektion berichtet. 100 Prozent der Geimpften wären den Angaben zufolge vor Hospitalisierung und Tod geschützt.

Jeder dritte Studienteilnehmer über 60 Jahre alt

Die Schutzwirkung habe sich „konsistent bei allen ethnischen Gruppen und Altersgruppen gezeigt“, heißt es weiter. Und: Fast ein Drittel der Phase-3-Teilnehmer seien über 60 Jahre alt.

Anfang Februar hat Janssen bereits bei der US-Oberbehörde FDA eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization) für seinen Impfstoff beantragt. Die FDA will am 26. Februar entscheiden.

Nach Auskunft der Bundesregierung hat die EU-Kommission 200 Millionen Dosen des Janssen-Präparates vorbestellt. Der Anfang Oktober vorigen Jahres geschlossene Vertrag beinhalte zudem die Option auf weitere 200 Millionen Dosen. Deutschland soll davon 36,7 Millionen Dosen erhalten. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Juli-Sitzung des CHMP

Acht Pharma-Innovationen auf der Zielgeraden zur EU-Zulassung

Praxislandschaft 2040

Studie: In welchen Regionen mittelfristig die größten Hausarztlücken drohen

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 18.02.202118:03 Uhr

Relativierter Impfschutz der Firma Janssen?

Wenn die Firma Janssen selbst Ende Januar 2021 von einer 66-prozentigen Schutzwirkung vor einer moderaten bis schweren Covid-19-Infektion berichtet hatte, bedeutet das keine Erklärung über die tatsächlichen Schutzwirkungen ihrer "Single-Shot" Impfungen gegenüber SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen. Beim 2-malig anzuwendenden AstraZeneca Impfstof lag diese Schutzwirkung laut offizieller Zulassungsstudien nur bei 59,5%.

100 Prozent der Geimpften wären den Janssen Angaben, Pharma-Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson, zufolge vor Hospitalisierung und Tod geschützt. Doch reichen firmeninteresse-geleitete Angaben angesichts von Mutationen mit behaupteten Infektiositäts-, Aggressivitäts- und Komplikationssteigerungen aus?

SARS-CoV-2/COVID-19 heilt in 90-95% auch spontan ab. Größtes Problem sind in der Tat Komplikationen, Chronifizierungen, Intensiv- und Beatmungspflichtigkeit bzw. unmittelbar lebensbedrohliche und tödliche Folgen

Was die Medizin- und Versorgungs-fremde Politik bzw. Medizintheoretiker häufig übersehen: Wenn Schutzimpfungen schon keine sterile Immunität bewirken, müssen Anforderungen an Schutz vor moderaten bis schweren Covid-19-Infektionen wesentlich besser als die Spontanabläufe sein.

Mf +kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Lesetipps
Ein Dermatologe mit blauen Handschuhen untersucht im Rahmen einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung die durch einen Kreis als auffällig markierten Muttermale auf dem Rücken eines Mannes.

© kinomaster / stock.adobe.com

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Ein junger Mann liegt im Herz-CT und bekommt gleichzeitig ein EGK geschrieben.

© Svitlana / stock.adobe.com

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte