Digital Health

Jeder Zweite sieht Digitalisierung als geeignete Waffe im Kampf gegen Corona

Die Begeisterung für digitale Lösungen in der Gesundheitsversorgung hält sich bei Deutschen stark zurück – abgesehen vom Einsatz in Krisensituationen.

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Köln. Fast jeder zweite Deutsche geht davon aus, dass die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden muss, um künftig besser mit Krisen wie der Corona-Pandemie umgehen zu können.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life aus Köln zum Leben in der digitalen Gesellschaft von morgen. Das Institut hatte Ende Juni insgesamt 2056 Deutsche ab 18 Jahren online befragt.

Von ihnen sehen 46 Prozent den Ausbau der Digitalisierung als probates Mittel zur Krisenbewältigung. 20 Prozent sind dagegen skeptisch. Der Rest ist unentschieden oder hat keine Meinung zu dem Thema.

In Irland setzen 64 Prozent der Befragten auf die Digitalisierung, in Kanada 49 Prozent und in den USA nur 36 Prozent.

Nur jeder Dritte würde Daten an Dritte weitergeben

50 Prozent der befragten Deutschen sehen den Einsatz von digitalen Anwendungen oder Apps in der Bekämpfung von Krankheiten wie COVID-19 positiv. 37 Prozent stehen der Entwicklung grundsätzlich kritisch gegenüber.

Deutlich zurückhaltender bewerten die Menschen laut der Umfrage die elektronische Gesundheitsakte zur Speicherung und Verwaltung individueller Gesundheitsdaten. Nur 27 Prozent finden sie gut oder praktisch.

Zwar sind das mehr als die 23 Prozent in der ersten Welle der Befragung im April 2019. Aber nur 33 Prozent der Befürworter können sich vorstellen, ihre Daten an Dritte wie Präventionsdienstleister weiterzugeben. 37 Prozent lehnen es ab, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Vor einem Jahr waren es 32 Prozent. (iss)

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