Direkt zum Inhaltsbereich

Mindestpreisniveau für Restleistungen wird angestrebt

KV Brandenburg stellt Honorarverteilung auf Entbudgetierung um

Mit einem neuen Honorarfonds reagiert die KV Brandenburg auf die Entbudgetierung für die Hausärzte. Aus ihm sollen die übrigen immer noch gedeckelten Leistungen bezahlt werden. Die Psychosomatik kommt unter besondere Beobachtung.

Veröffentlicht:

Berlin. Vor der ab Oktober in Kraft tretenden Entbudgetierung für die Hausärzte hat auch die KV Brandenburg ihren Honorarverteilungsmaßstab angepasst. Auf die Psychosomatik will sie in Zukunft besonders ein Auge werfen.

Im hausärztlichen Versorgungsbereich wird die Entbudgetierung finanziell nicht alles auf den Kopf stellen. Die Entdeckelung des Honorartopfs falle in Brandenburg weniger ins Gewicht als anderswo, weil die Regelleistungsvolumen für Hausärzte bereits 2020 abgeschafft wurden, sagt die KV.

Für die Leistungen des EBM-Kapitels 3 und die Hausbesuche gab es schon eine Mindestvergütungsquote von 95 Prozent. Sie wird nun mit der Entbudgetierung auf 100 Prozent steigen.

Hoffnung auf ein wenig Berechenbarkeit

Für die übrigen hausärztlichen Leistungen im Morbiditätsbedingten Gesamtvergütungsvolumen (MGV) wird ein neuer Honorarfonds eingerichtet. „Ziel ist, ein Mindestpreisniveau zu sichern“, teilt die KV mit.

Lesen sie auch

Konkret: Für Ultraschall- und schmerztherapeutische Leistungen ist eine feste Quote von 90 Prozent vorgesehen. Bei den psychosomatischen Leistungen kann es dagegen – im Fall einer Mengenausweitung – zu zusätzlichen Quotenregelungen kommen. „Dieser Bereich gilt als besonders fragil und wird deshalb fortlaufend beobachtet“, so die KV.

Für die restlichen MGV-Leistungen hofft die Kassenärztliche Vereinigung, dass das Preisniveau nicht unter 80 Prozent des Orientierungswertes absinkt. (juk)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Depots resilienter aufstellen

Aktienmarkt: Breite Streuung gegen gestörte Lieferketten

Geld und Vermögen

Medizinische Innovationen – auch ein Fall für die Geldanlage

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Was wir aus unseren Fehlern gelernt haben

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Urlaubsmitbringsel

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ein Wegweiser zum nächsten WC plus ein Symbol für eine rennende Person.

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Nichtinfektiösen Durchfall erkennen

Das sind die Warnzeichen für chronische Diarrhö