Praxisführung

KVWL will bei Ultraschall Bürokratie abbauen

MÜNSTER (iss). Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) will dafür sorgen, dass der mit der neuen Ultraschallvereinbarung verbundene Aufwand für die Ärzte möglichst gering bleibt. Deshalb klärt die KVWL direkt mit den Anbietern ab, ob ihre Geräte den neuen technischen Anforderungen nach der Vereinbarung entsprechen.

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"Das ist Teil unseres Projekts Bürokratievermeidung", sagt der stellvertretende KVWL-Vorsitzende Dr. Wolfgang-Axel Dryden. In Westfalen-Lippe verfügen 8100 Ärzte über eine Ultraschall-Genehmigung, 8500 Ultraschallsysteme sind in Betrieb. Für diese Systeme müssen die Ärzte eigentlich bis spätestens 31. März 2013 Gewährleistungserklärungen von den Herstellerfirmen einholen und das entsprechende Formular dann bei der KVWL einreichen.

"Wir wollen das Verfahren so unbürokratisch wie möglich gestalten", sagt Dryden. Die KVWL hat Kontakt mit den Herstellern aufgenommen und bereits von 15 Firmen eine Negativliste erhalten mit Geräten, die nach März 2013 nicht mehr zugelassen sind. Notwendig seien aber auch Listen mit Angaben darüber, welche Kombinationen von Geräteköpfen und Schallköpfen den Anwendungsklassen der Vereinbarung entsprechen. Hier seien mit drei Herstellern die Absprachen erfolgreich abgeschlossen worden, berichtet Dryden.

Die 8500 Geräte sind in einer Datenbank der KVWL erfasst. Liegen der KV die Angaben der Hersteller vor, kann sie diese direkt in die Liste eintragen und muss nur noch bei Zweifeln die Einzelfälle prüfen.

Das sei eine deutliche Entlastung für die Ärzte, betont der Allgemeinmediziner. Das Verfahren reduziere aber auch den Aufwand für die Hersteller. Manche Firmen hätten den Ärzten schon signalisiert, dass sie bei älteren Geräten für die Bearbeitung der Anfragen Gebühren von bis zu 50 Euro nehmen wollten.

Die KVWL wird die Ärzte auf Informationsveranstaltungen über das Procedere informieren und sie darüber aufklären, was sie selbst mit Blick auf die neue Ultraschallvereinbarung beachten und unternehmen müssen.

Ursprünglich hatte die KVWL der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorgeschlagen, sich direkt mit den Herstellern in Verbindung zu setzen, berichtet Dryden. Die KBV habe aber gesagt, dass dies nicht funktioniere. "Da haben wir es selbst in die Hand genommen", sagt er. Inzwischen haben die Westfalen die KBV und die anderen KVen über ihr Modell informiert. Jetzt sieht es so aus, als würden sich viele dem Beispiel der KVWL anschließen.

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