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Kartellamt gibt MorphoSys-Übernahme frei

32 Jahre nach ihrer Gründung soll die Münchener MorphoSys AG unter das Konzerndach des Schweizer Pharmariesen Novartis wechseln. Das Bundeskartellamt hat keine Einwände.

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Bonn. Die Anfang Februar angekündigte Übernahme des Antikörperentwicklers MorphoSys AG durch Novartis kommt voran: Das Bundeskartellamt hat die Transaktion jetzt genehmigt. Wie Behördenchef Andreas Mundt am Dienstag mitteilte, sei „sehr genau geprüft“ worden, „dass hier der Wettbewerb um Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten gegen eine Form der Leukämie durch den Zusammenschluss nicht beeinträchtigt wird“.

Weiter heißt es, MorphoSys stehe mit dem neuen Wirkstoff Pelabresib „kurz vor der Zulassung und Markteinführung in Europa“. Pelabresib soll in Kombination mit dem bereits seit 2012 in der EU zugelassenen JAK-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) von Novartis gegen Myelofibrose eingesetzt werden.

Genug Alternativen in den Pharma-Pipelines

Im Ergebnis der Prüfung seien aber keine größeren wettbewerblichen Bedenken aufgekommen. In den Entwicklungspipelines der Pharmaunternehmen befände sich „eine Vielzahl möglicher Alternativwirkstoffe zu Pelabresib und Ruxolitinib, für die zudem noch im Prognosezeitraum mit generischem Wettbewerb zu rechnen ist“. Daher lasse der Zusammenschluss keine Behinderung im Wirkstoffmarkt gegen Myelofibrose erwarten.

Novartis lässt sich die MorphoSys-Akquise rund 2,7 Milliarden Euro kosten. MorphoSys hatte nach Bekanntgabe vielversprechender Phase-III-Daten im November angekündigt, die Zulassung für Pelabresib in Kombination mit Ruxolitinib sowohl in den USA als auch in Europa Mitte 2024 beantragen zu wollen. (cw)

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