IGeL-Monitor

Kein gutes Haar an Hyaluronsäure

Veröffentlicht:

ESSEN. Hyaluronsäure-Injektionen bei Kniegelenksarthrose? Von dieser beliebten IGel hält der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) wenig. Zwar gebe es "ungewöhnlich viele Studien" zur Wirksamkeit der Injektionen.

Die seien aber "meist von schlechter Qualität". Nach Auswertung sei man zu dem Schluss gekommen, heißt es, dass einem "belegten aber geringen Nutzen" ein "ebenfalls belegter geringer Schaden" gegenüberstehe.

Da jedoch mehr als die Hälfte der gesichteten Studien gar keine Angaben zu unerwünschten Ereignissen einer Hyaluronsäure-Injektion enthielten, bestehe darüber große Ungewissheit. Deshalb laute das Urteil für den IGeL-Monitor "tendenziell negativ".

Mit dieser jüngsten Bewertung hat der MDS jetzt den Nutzen von 34 IGeL bewertet. Ein "positiv" wurde bislang nicht ausgesprochen. Lediglich drei Mal ein "tendenziell positiv". 12 Mal hieß es "unklar", elf Mal "tendenziell negativ" und vier Mal "negativ". (cw)

Mehr zum Thema
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare lesen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Wer profitiert eigentlich vom Doppel-Booster, Martin Scherer?

© Springer Medizin

„EvidenzUpdate“-Podcast

Wer profitiert eigentlich vom Doppel-Booster, Martin Scherer?

Rauchen ist aktuellen Daten zufolge weltweit der stärkste Risikofaktor für krebsbedingten Tod oder gesundheitliche Beeinträchtigung. Besonders häufig betroffen sind unter anderem Menschen in Mittel- und Westeuropa.

© Sondem / stock.adobe.com

Analyse der GBD-Studie

Rauchen ist stärkster Risikofaktor für Krebstod