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Corona-Sofortprogramm für Nahen Osten

KfW finanziert 400 Intensivbetten im Irak

Für November 2020 bis Februar 2021 erwarten Experten einen Höhepunkt der Corona-Infektionen im Irak. Mit deutscher Hilfe sollen bis dahin ausreichend Betten zur Verfügung stehen.

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Frankfurt/Berlin/Bagdad. Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag in Höhe von 15 Millionen Euro für einen Zuschuss zur Errichtung von mindestens vier ausgestatteten Behelfskrankenhäusern in Bagdad, Basrah, Sulaimaniyah und Niniveh mit je 100 Betten in Irak unterzeichnet.

Sie dienen laut KfW der Behandlung von mehr als 7000 an COVID-19 erkrankten Menschen und sind Teil des BMZ-Corona-Sofortprogramms für den Nahen Osten. Irak verzeichnete am Montag mehr als 110 .000 SARS-CoV-2-Infizierte und mehr als 4300 COVID-19-Tote.

Vor dem Hintergrund eines erwarteten Anstiegs der Fallzahlen im Irak und einem für November 2020 bis Februar 2021 erwarteten Höhepunkt der Infektionen stünden damit ausreichend Betten zur Verfügung, um eine Isolierung der Erkrankten zu gewährleisten und die weitere Verbreitung einzudämmen. Darüber hinaus werde langfristig eine nachhaltige Entlastung der regulären Krankenversorgung in Irak nach dem Abklingen des COVID-19 Infektionsgeschehens ermöglicht.

Bisher 850 Intensivbetten im Irak

Wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentarische Anfrage der Links-Fraktion heißt, verfüge Irak zum Stand Juni 2020 über rund 850 Intensivbehandlungsbetten in öffentlichen Krankenhäusern, die für die Behandlung akuter lebensbedrohlicher Erkrankungen genutzt werden können. Diese verteilen sich auf Zentralirak mit 628 und auf die Region Kurdistan-Irak mit rund 220 Betten.

„Nach Jahren des Konflikts verbunden mit der Vertreibung der Bevölkerung ist der Bedarf eines Wiederaufbaus im Irak groß. Hinzu kommen ökonomische Einbußen durch den Absturz des Ölpreises. Aufgrund der aktuell sehr eingeschränkten politischen und finanziellen Handlungsfähigkeit der Regierung gilt es, die Bevölkerung vor den Folgen der COVID-19 Pandemie zu schützen und für deren Höhepunkt gerüstet zu sein“, kommentierte KfW-Vorstandsmitglied Joachim Nagel das deutsche Engagement im Irak. (maw)

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