Rauchstopp

Kompaktkurs führt zu Tätigkeitsschwerpunkt

Im Vorfeld des Tages der Privatmedizin können Ärzte den Tätigkeitsschwerpunkt Tabakentwöhnung erwerben und sich als Kursleiter qualifizieren.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Der Versuchung widerstanden – und damit Ziel erreicht: Unter ärztlicher Anleitung können Raucher ihrem Laster entsagen lernen.

Der Versuchung widerstanden – und damit Ziel erreicht: Unter ärztlicher Anleitung können Raucher ihrem Laster entsagen lernen.

© GIBLEHO/stock.adobe.com

FRANKFURT/MAIN. Deutschland ist längst kein Raucherparadies mehr. Qualmer erfahren breite öffentliche Ablehnung, viele wollen dem Glimmstängel auch entsagen. Die Hürden sind für sie indes meist hoch oder scheinbar unüberwindbar – eine Chance für Ärzte! Mit dem Erwerb des Tätigkeitsschwerpunktes (TSP) Tabakentwöhnung können sich Ärzte als Kursleiter qualifizieren – eine sinnvolle Ergänzung für das privatmedizinische Praxisportfolio.

Der in einer Privatpraxis tätige Internist und Sportmediziner Dr. Wolfgang Grebe weist darauf hin, dass sich das Zeitfenster für Ärzte, die ohne großen Zeitaufwand diesen TSP führen wollen, bald schließt. "Die Bundesärztekammer plant, ab 2018 die Voraussetzungen für den Erwerb des Tätigkeitsschwerpunktes zu erschweren und die Fortbildungsdauer auf 150 Stunden anzuheben", erläutert er im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Grebe bietet am Freitag, den 13. Oktober – und damit im Vorfeld des Tages der Privatmedizin am Samstag – auf dem Campus Westend eine rund vierstündige Fortbildung zum Erwerb des TSP Tabakentwöhnung an. Ärzte können sich somit zum Kursleiter qualifizieren. Laut Grebe sind für die Fortbildung insgesamt sechs CME-Punkte bei der Landesärztekammer Hessen beantragt. Die Kosten für die Fortbildung, die auch unabhängig vom Kongress am Samstag gebucht werden kann, betragen 250 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Inhaltlich geht es laut Grebe um die Themenkomplexe wie die Motivation zum Rauchen und zum Aufhören, aber auch um die Planung, Organisation und Durchführung der Einzel-oder Gruppenberatung sowie die Privatliquidation der Tabakentwöhnungskurse. Die Teilnehmer erhalten Folien-Kopien, Arbeitsblätter und ein Zertifikat.

Wie Grebe mit Blick auf Tabakentwöhnung auf IGeL-Basis hinweist, erstatten die meisten Krankenkassen ihren Versicherten zumindest teilweise die Kosten für die Teilnahme an Gruppen- oder Einzel-Beratungen zum Rauchstopp.

Tabakentwöhnung – Ärzte als Kursleiter

- Termin: Freitag, 13. Oktober, von 14:30 Uhr bis 18:15 Uhr, am Campus Westend der Universität Frankfurt. Maximal können 25 Ärzte an der Fortbildung teilnehmen.

- Kosten: Teilnehmer zahlen für die kompakte Fortbildung 250 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

- Zertifizierung: Bei der Landesärztekammer Hessen sind für die Fortbildung insgesamt sechs CME-Punkte beantragt.

Info und Anmeldung unter:

https://www.tag-der-privatmedizin.de/tickets

Mehr zum Thema

Familienfreundliche Praxis

Von der Anstellung in die Niederlassung

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
„Grundsätzlich begrüßenswert“: KBV-Vorstände Dr. Andreas Gassen, Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Sibylle Steiner zu den angedachten neuen Regeln für Chronikerprogramme.

© Jürgen Heinrich / SZ Photo / picture alliance / Michael Kappeler / dpa / picture alliance / Die Hoffotografen

Teil des „Gesundes-Herz-Gesetz“

KBV begrüßt geplante neue Spielregeln für Chronikerprogramme

Darstellung eines digitalen Inhalers

© ReotPixel / stock.adobe.com

Elektronische Devices

Asthma/COPD: Tuning für die Therapie mit Inhalatoren