Personal in Kliniken

Krankenhäuser bereiten sich auf Corona-Auffrischimpfungen vor

Veröffentlicht:

Berlin / Potsdam. Neben Berlins Universitätsklinik Charité planen auch andere Berliner und Brandenburger Krankenhäuser, Mitarbeiter ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. „Vivantes bereitet sich aktuell darauf vor, Mitarbeitenden, die bisher zweimal mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft wurden, eine Drittimpfung mit einem mRNA-Impfstoff anbieten zu können“, teilte ein Sprecher des landeseigenen Krankenhauskonzerns am Freitag auf Anfrage mit. Vivantes betreibt mehrere Kliniken in Berlin.

Die Charité hatte am Mittwoch mit den Corona-Auffrischimpfungen ihrer Mitarbeiter begonnen. Angesprochen seien Beschäftigte, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten hätten und mindestens 60 Jahre alt seien. Es gehe um den optimalen Schutz für die Arbeit mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten und mit anderen gefährdeten Gruppen, twitterte die Universitätsklinik am Freitag. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ darüber berichtet.

Der Asklepios-Konzern, der auch in Brandenburg zahlreiche Kliniken betreibt, bereitet sich ebenfalls auf Corona-Auffrischungsimpfungen vor. „Wir halten eine weitere Booster-Impfung für unser medizinisches Personal ebenfalls für sinnvoll und klären aktuell mit unserer Arbeitsmedizin, wie wir diesbezüglich vorgehen sollen“, sagte Konzernsprecher Rune Hoffmann am Freitag auf Anfrage.

Eine Sprecherin des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann erklärte, bislang lägen keine Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu einer COVID-Auffrischimpfung vor. Sobald es entsprechende Empfehlungen oder Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums gebe, werde sich das Klinikum wieder unmittelbar für seine Mitarbeiter engagieren.

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, ab September Risikogruppen wie Älteren und Pflegebedürftigen Auffrischimpfungen mit mRNA-Impfstoffen anzubieten. Das Angebot richtet sich darüber hinaus an Menschen, die mit Vektor-Impfstoffen (AstraZeneca oder Johnson & Johnson) geimpft wurden. (dpa/bb)

Mehr zum Thema

Tarifauseinandersetzung

Marburger Bund droht mit neuen Warnstreiks an Unikliniken

Versorgungsforschungskongress der Charité

ePA: Gewöhnungsprozess für Ärzte und Patienten muss beginnen

Das könnte Sie auch interessieren
Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Tag der Privatmedizin 2023

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

© Viacheslav Yakobchuk / AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Springer Pflege

Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

Anzeige | Pfizer Pharma GmbH
COVID-19 in der Langzeitpflege

© Kzenon / stock.adobe.com

Springer Pflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

Anzeige | Pfizer Pharma GmbH
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Unterschiedliche immuntherapeutische Ansätze beim Glioblastom werden derzeit in Studien untersucht. Ein Teilgebiet ist die Peptidvakzinierung, also die Impfung mit Tumorantigenen.

© Richman Photo / stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz und Immuntherapie

Neue Behandlungskonzepte beim Glioblastom

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bei Krebspatientinnen und -patienten ab 65 Jahren wird Ärztinnen und Ärzten geraten, vor Therapiebeginn auf den Medikationsplan zu schauen.

© Przemek Klos / stock.adobe.com

Appell beim DKK 2024

Bei älteren Menschen mit Krebs: Medikamentencheck vor Therapiebeginn!

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Bei höhergradigen irAE der CPI-Therapie (Grad ≥3) und bei steroidrefraktären Nebenwirkungen wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit empfohlen. (Symbolbild)

© molekuul.be / stock.adobe.com

Immuntherapie

Immunabhängige Nebenwirkungen – der Preis der Checkpoint-Blockade

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe