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Ausgaben seit 2010 verdoppelt

Krankenhäuser betreiben immer mehr Outsourcing

Die Kliniken in der Republik haben in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben ausgelagert. Die Linkspartei vermutet dahinter eine Unterwanderung von Tarifverträgen.

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Sterilgutversorgung

An zahlreichen Häusern noch eine eigene Abteilung, in manchen aber längst ausgelagert: Sterilgutversorgung.

© Wolfram Kastl / dpa

Berlin. Die Krankenhäuser in Deutschland lagern offenbar immer mehr Aufgaben in Servicegesellschaften aus. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) am Montag berichtet.

Danach haben sich die Personalausgaben in ausgelagerten Bereichen zwischen 2010 und 2018 mehr als verdoppelt, und zwar von knapp zwei auf vier Milliarden Euro. Ihr Anteil an allen Personalaufwendung der Kliniken stieg von vier auf sechs Prozent und damit um 50 Prozent.

Die Linksfraktion geht aufgrund der Daten davon aus, dass unter Berücksichtigung von üblicherweise niedrigen Gehältern und einer hohen Teilzeitquote rund 200.000 Beschäftigte in ausgegliederten Servicegesellschaften der Kliniken arbeiten. Besonders hoch ist der Anteil der ausgelagerten Personalkosten in Berlin (17,4 Prozent) und Bremen (16,6 Prozent).

Linkspartei: DRG abschaffen!

Der Linken-Gesundheitspolitiker Harald Weinberg kritisierte die Entwicklung scharf. „Das Outsourcing gehört zu den gravierendsten Fehlentwicklungen in den Krankenhäusern“, sagte er dem RND. Einziger Zweck sei das Unterlaufen von Tarifverträgen und die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und der Entlohnung. „Gerade die Coronakrise hat die Gefahren von Outsourcing für die Versorgung der Patientinnen und Patienten offen zutage treten lassen“, warnte er.

Deshalb müsse diese Entwicklung gestoppt und umgedreht werden. Dafür müsse die Bundesregierung die Grundlagen schaffen: „Arbeit im Krankenhaus darf nicht zu Niedriglöhnen und prekären Bedingungen stattfinden, die hemmungslose Ausbeutung der Beschäftigten muss ein Ende haben“, forderte Weinberg.

Dafür müssten die Fallpauschalen (DRG) abgeschafft und die Personalkosten der Krankenhäuser kostendeckend finanziert werden, sagte der Linken-Politiker. (KNA)

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